Air Alps: Neuer Start mit Rostock Airways kündigt sich an

Seit April gab es keine positiven Meldungen mehr über die Fluglinie Air Alps zu vermelden, denn die österreichische Fluggesellschaft war in die Liquidation gekommen und stand damit kurz vor dem Aus.

Der Käufer der Regionalairline ist jedoch ein überraschender, denn es handelt sich mit Rostock Airways um eine Gesellschaft, die eher als ein Phantom angesehen wird.

Kauf durch Mitteldeutsche Aviation

Der Name der Firma Mitteldeutsche Aviation dürfte wohl nur den wenigsten bekannt sein und selbst in Fachkreisen haben sich viele verwundert die Augen gerieben, als die MDA den Kauf verkündet hat. Bisher war das Unternehmen kaum in Erscheinung getreten und nun sollte ausgerechnet dieses Unternehmen die österreichische Fluggesellschaft retten.

Die Begründung ist jedoch schnell gefunden, denn die MDA besitzt erst seit wenigen Wochen eine neue Besitzerin und diese hat es sich zum Ziel gemacht, Beteiligungen an Fluggesellschaften sowie ähnlichen Unternehmen der Branche zu erwerben. Doch die Eigentümerin gibt nur die Richtung vor, die vom Geschäftsführer auch umgesetzt werden muss und dies ist der als Rechtsanwalt bekannte Norbert Dotterweich.

Große Pläne

Große Pläne

Bereits zu Begin des Jahres war eben dieser Norbert Dotterweich kurz davor, Air Alps zu übernehmen, denn bereits zu diesem Zeitpunkt war er der Verantwortliche von Rostock Airways.

Tatsächlich konnte die virtuelle Airline – mehr ist Rostock Airways nicht – dafür sorgen, dass einige Flüge von Zürich nach Bremen gestartet wurden, doch Rostock Airways ist einigen Verpflichtungen und Zahlungen nicht nachgekommen, weshalb es sich doch eher um ein kurzes Gastspiel gehandelt hat. Air Alps beendete damals die Partnerschaft nämlich selbst und ist nur wenige Monate später in die Liquidation geraten.

Große Pläne

Nun ist Dotterweich zurück und er hat erneut große Pläne mit Air Alps. Dabei ist es zunächst ratsam skeptisch zu bleiben, denn die MDA besitzt Kapital in Höhe von gerade einmal 25’000 Euro und auch wenn laut Dotterweich neues Kapital erschlossen werden soll, sind große Sprünge bei Betrachtung der Vergangenheit wohl nicht zu erwarten.

Aktuelle Ergebnisse bei Rostock Airways

Die Resultate von Rostock Airways bestätigen diese Skepsis, denn auch wenn die Fluglinie große Erfolge feiern sollte, konnte sie diese bisher nicht im Geringsten erreichen. Gleich zu Beginn gab es Streitigkeiten mit dem Management des Rostocker Flughafens und somit war es nicht mehr möglich in Rostock zu starten.
Im Folgenden wurde Bremen als neuer Startflughafen ausgewählt und auch ein komplett überarbeitetes Flugnetz war laut Dotterweich in Arbeit. Demnach sollte nicht nur von Zürich nach Bremen geflogen werden, sondern auch von anderen, europäischen Städten wie Göteborg, Luxemburg, Köln, Avignon, Dresden, Brüssel und Nürnberg. Eine Erweiterung der Strecke von Bremen nach Köln bis hin zu Genf war ebenfalls geplant, doch am Ende wurde keiner dieser Pläne wirklich umgesetzt. Nachdem im Anschluss die Pläne mit ebenfalls Air Alps scheiterten, ging der Blick zum Flughafen Zweibrück.

Hier wollte man ab Mai zwei Bombardierer Flugzeuge einsetzen, um 50 bis 70 Passagiere morgens von Zweibrück nach Berlin zu bringen und abends wieder zurück. Ernüchterung folgte jedoch wieder einmal, bevor auch nur ein Flugzeug in die Luft steigen konnte, denn die Leitung des Flughafens in Zweibrück entschied sich frühzeitig die Zusammenarbeit zu beenden.

Der Neustart soll nun (erneut) mit Air Alps gelingen, doch es bleibt äußerst fragwürdig, ob Dotterweich in diesem Fall seine Versprechen erfüllen kann.

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