Kfz Haftpflichtversicherung

Jeder Autofahrer benötigt eine Kfz Haftpflichtversicherung. Bei einem Vertragsabschluss wird hierbei die Länge des Führerscheins zugrunde gelegt ebenso wie bei einem Versicherungswechsel die Schadenfreiheitsklasse. Die eigene erfahrene Bonusstufe wird in der Regel mitgenommen. Je nachdem, ob man einen Schaden hatte und in welcher Höhe dieser sich belief, kann es sich lohnen, ihn aus der eigenen Tasche zu zahlen, um eine Höherstufung zu entgehen.

Die Versicherungsgesellschaften können hierzu genau errechnen, bis zu welcher Gesamtsumme sich die Zahlung lohnt. Denn wenn ein Haftpflichtschaden durch die Versicherung vollständig reguliert wird und der Versicherte ihn nicht zurückzahlt, so wird er im Folgejahr automatisch höhergestuft. Da eine Rückstufung auf die ursprüngliche Bonusstufe gewöhnlich länger als ein Jahr dauert, ist die indirekte Rückzahlung höher als der ursprüngliche Schaden.

In den letzten Jahren sind im allgemeinen die Versicherungsprämien weiter angestiegen, so dass es vorkommen konnte, dass selbst bei der jährlichen Rückstufung der Versicherte entweder mehr bezahlen musste oder die Ersparnis nicht so hoch ausgefallen ist, wie es erwartet wurde. Neben unter anderem gestiegenen Spritpreisen wird der Autofahrer finanziell arg gebeutelt. Aber gerade jetzt lohnt sich ein Versicherungsvergleich.

Die Unterschiede zwischen den einzelnen Versicherungsgesellschaften sind teilweise enorm. Bei vielen Gesellschaften ist ein Online-Vergleich möglich. Hierzu trägt der Autofahrer alle geforderten Daten zu seinem Pkw, Vorschäden und so weiter ein und kann sich den Beitrag berechnen lassen. Wenn dies mit allen in Frage kommenden Versicherungen geschieht, bekommt der Versicherte einen sehr guten Überblick, welche Versicherung am günstigsten ist.

Häufig stellt es sich heraus, dass ein Sparpotential von bis zu 50% möglich ist. Und wer sich ein Online-Angebot unterbreiten lässt, kann selbst hier wieder sparen, da für diese Möglichkeit des Angebotes nicht unerhebliche Rabatte angeboten werden. Dies hat den Hintergrund, dass kein Versicherungsvertreter dafür ins Haus kommen muss. Bietet die Versicherung allerdings keinen Online-Vergleich an, wird natürlich der entsprechende Versicherungsvertreter der einzelnen Gesellschaften gerne bereit sein, ein entsprechendes Angebot zu unterbreiten, welches in schriftlicher Form geschehen sollte. Für einen bestimmten Zeitraum sind die Versicherungsgesellschaften an ihr Angebot – egal, ob über das Internet eingeholt oder über den Vertreter – gebunden.

Aber ganz wichtig ist es, sich auch über die Leistungen der einzelnen Gesellschaften zu informieren. Gerade hier sind ganz gravierende Unterschiede zu beobachten. Bei vielen Versicherungen wird beispielsweise Notfallservice und Pannenschutz mit angeboten, der zwar auf der einen Seite als interessant angesehen werden mag, aber natürlich in der Höhe der Prämie zu Buche schlägt. Allerdings macht es für jeden Autofahrer Sinn, in einem Autoclub Mitglied zu sein, hier sind dann diese Extras der Versicherungen bereits abgedeckt.

Ebenfalls sollte der Versicherte abklären, wie die Versicherung sich im Schadensfall verhält. Darüber sind im Internet oder im eigenen Bekannten- oder Verwandtenkreis diverse Erfahrungsberichte erhältlich. Ein ausführliches Informieren schützt vor bösen Überraschungen.

Ein anderer wichtiger Aspekt ist, dass der Versicherte sich auch bei der eigenen Versicherung informieren sollte nach einem günstigen Tarif. Dies ist gerade dann vorteilhaft, wenn man Treue- oder Stammkundennachlässe genießt. Da die Versicherungen daran interessiert sind, den eigenen Versicherten zu halten, werden sie natürlich versuchen, den Vertrag so zu überarbeiten, dass es nicht zu Lasten der Leistungen kommt, aber dennoch ein höheres Sparpotential ermöglicht wird.

Da viele Autofahrer noch immer auf alten Verträgen fahren, lohnt sich eine Anfrage in jedem Fall. Gerade in den letzten Jahren hat sich einiges in den Verträgen geändert, so dass grundsätzlich alle paar Jahre ein Upgrade auf die neuen Bedingungen sinnvoll ist und für gewöhnlich dabei dann auch gespart wird. Somit kann ein Wechsel unter Umständen ganz entfallen und der Versicherte behält seine Treueboni.

Wenn es dann zu einem Wechsel kommen soll, dann sollte keineswegs erst gekündigt und dann ein Vertrag bei der zukünftigen Versicherungsgesellschaft gemacht werden. Besser ist hier, damit ein durchgehender Versicherungsschutz erhalten bleibt, dass erst der Vertrag gemacht wird und der Versicherte die Prüfung abwartet, ob er auch angenommen wird.

Die Gründe für eine Ablehnung können vielfältig sein. Erst, wenn der Autofahrer die verbindliche Zusage in Form vom Versicherungsvertrag hat, sollte er den alten Vertrag kündigen. Aber auch hier gilt: unbedingt die Kündigungsfristen einhalten. Das bedeutet im Klartext, dass der Versicherungsbeginn bei der neuen Gesellschaft so gelegt sein muss, dass ein nahtloser Übergang von einer Versicherung auf die andere erfolgen kann. Eine Doppelversicherung oder ein möglicherweise fehlender Versicherungsschutz sollte unbedingt vermieden werden.

Bei einem Führerscheinneuling stellt sich diese Frage nicht unbedingt. Dieser muss lediglich darauf achten, dass er eine günstige Versicherung mit einer vernünftigen Absicherung findet, die dann vom ersten Tag der Zulassung des Wagens in Kraft tritt und dem Fahranfänger einen guten Schutz bei eventuell auftretenden Schäden bietet.

Generell kann gesagt werden, dass jeder Autofahrer, egal, ob schon längere Fahrpraxis oder Neuling, sich ganz individuell für die eigenen Bedürfnisse Angebote einholen muss. Eine Versicherung, die für einen langjährigen Autofahrer günstig ist, kann für einen Führerschein-Neuling schon wieder viel zu teuer sein. Dort lassen sich dann bei anderen Versicherungen wieder günstige Tarife finden.