Der außergerichtliche Zahlplan

Ist ein Schuldner nicht mehr dazu in der Lage, seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen, und somit zahlungsunfähig, kommt es in Österreich zum sogenannten Privatkonkurs. Im Zuge des gerichtlichen Schuldenregulierungsverfahrens haben Schuldner die Möglichkeit, einen wirtschaftlichen Neuanfang zu starten und ihre Altlasten hinter sich zu lassen. Hierzu existieren verschiedene Möglichkeiten, zu denen unter anderem auch der außergerichtliche Zahlungsplan gehört.

Kann sich der Schuldner mit seinen Gläubigern außergerichtlich einigen, ist dies grundsätzlich für alle Beteiligten nur von Vorteil. Der Schuldner unterliegt auf diese Art und Weise nicht den strengen Regularien des gerichtlichen Schuldenregulierungsverfahrens und die Gläubiger haben die Chance, dass ihre Forderungen zumindest zu einem großen Teil erfüllt werden, was im Zuge eines klassischen Privatkonkurses eher unwahrscheinlich ist. Damit dies umgangen werden kann, ist aber ein außergerichtlicher Zahlungsplan erforderlich. Der Schuldner muss diesen Plan erfüllen können und benötigt gleichzeitig die Zustimmung der Gläubiger, denn nur wenn sich diese einverstanden erklären, kann es zu einem außergerichtlichen Vergleich kommen.

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