Die Sicherheit beim Festgeld

Zum Zwecke der Vermehrung ihres Vermögens eröffnen viele Personen ein Festgeldkonto: Der Bank wird hierbei für die Dauer einer im Vorfeld vereinbarten Zeitspanne ein gewisser Betrag zur Verfügung gestellt; diese sichert dem Anleger im Gegenzug einen zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses festgesetzten Zinssatz zu. Das Festgeld wird seit jeher als eine der sichersten Anlagenformen angepriesen – doch gilt dies auch vor dem Hintergrund einer drohenden Wirtschaftskrise?

Das Prinzip der Einlagensicherung

Insbesondere im Hinblick auf etwaige Finanzkrisen hat die auch für das Festgeld geltende Einlagensicherung eine große Bedeutung entwickelt: Sie gewährleistet die Rückerstattung der investierten Beträge an die Anleger zumindest bis zu einer gewissen Summe hin auch im Falle der Insolvenz des Geldinstituts. Lag diese Grenze der gesetzlichen Einlagensicherung bei Festgeldkonten zum 01.Juli 2009 noch bei 50.000 Euro, wurde sie im Zuge der Anpassung zum 01.Januar 2011 auf 100.000 Euro pro Sparer erhöht.

Eine Eigenbeteiligung der Kunden gibt es nicht; sämtliche Rückzahlungen sind regelmäßig binnen 30 Tagen nach der Beantragung zu veranlassen. Versichert sind die Einlagen zu 100 Prozent – vorausgesetzt, sie erreichen die vorgenannte Grenze nicht. Alle darüber hinausgehenden Beträge hingegen würden im Fall der Fälle nicht zurückerstattet. Von einer wirklich sicheren Anlage ist vor diesem Hintergrund folglich nicht zu sprechen.

Die freiwillige Einlagensicherung

Die meisten inländischen Banken unterliegen neben der gesetzlichen Einlagensicherung allerdings auch der freiwilligen Einlagensicherung. Hierbei handelt es sich um Einlagensicherungsfonds verschiedener Bundesverbände einzelner Banken wie etwa Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken oder Bausparkassen. All diese Sicherungssysteme reichen weit über die gesetzliche Grundsicherung hinaus, unterscheiden sich aber hinsichtlich ihrer jeweiligen Konditionen und sind nicht garantiert. Grundsätzlich aber sichern die Banken die Einlagen ihrer Kunden im Rahmen der freiwilligen Einlagensicherung mit einer Höhe von bis zu 30 Prozent ihres individuellen haftenden Eigenkapitals ab – für Kunden von Spar- oder Volksbanken hingegen gibt es keine Begrenzung. Der Schutz der freiwilligen Einlagensicherung erstreckt sich vor allem auf kleine Unternehmen und Privatpersonen.

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