Bauspardarlehen

Wer heute eine Immobilie erwerben oder bauen möchte, der verfügt nicht unbedingt über ausreichendes Eigenkapital. Gut, wer da schon vorgesorgt hat.Bausparen in Österreich ist ähnlich wie in Deutschland, denn auch in Österreich gibt es verschiedene Bausparkassen die ein Bauspardarlehen anbieten. Sie werben ihre Kunden mit attraktiven Angeboten für das Bausparen, denn auch in Österreich ist vielen Menschen das Leben im eigenen Heim wichtig geworden.

In den letzten Jahren ist das Bewusstsein für das eigene Heim angewachsen. Das Leben auf dem Land ist wieder mehr in den Vordergrund gerückt und gerade junge Familien zieht es dort hin.

Hier ist ein Bauspardarlehen die optimale Lösung. Ein Bauspardarlehen kann für den Kauf von Wohnraum, aber auch für den Umbau oder einen Hausanbau verwendet werden. Für eine Sanierung oder Renovierung kann das Bauspardarlehen ebenfalls zugeteilt werden. Doch bevor dieses Darlehen in Anspruch genommen werden kann, ist die Eröffnung eines Bausparvertrages notwendig. Hierbei handelt es sich um einen Sparvertrag, der von vornherein darauf abzielt, Geld für den Kauf einer Immobilie oder für den Bau einer solchen anzusparen. Angespart wird die Bausumme mit einem festgelegten Prozentsatz.

Die Ansparzeit und auch die Tilgungszeit sind entscheidend für den eigentlichen Verwendungszweck. In der Ansparzeit wird die festgelegte Ansparsumme wahlweise in monatlichen Raten eingezahlt, wobei diese sich auch vierteljährlich regulieren lässt. Auch die Mindestvertragsdauer und die Zuteilung werden vertraglich geregelt.

Da wie bei allen anderen Geldanlagen der Zinssatz ausschlaggebend für die Entscheidung ist, dürfen der Sparzins und der Darlehenszins nicht außer Acht gelassen werden. Sie sind entscheidend für die Finanzierung und später für die Tilgung des Bauspardarlehens. Bei den Bauspartarifen gibt es erhebliche Unterschiede, denn hier variieren die einzelnen Bausparkassen. Bauspartarife regeln die Höhe der monatlichen Spar- und Tilgungsbeiträge und sind auch für die Höhe der Zinsen verantwortlich, Österreich bietet hier eine flexible Verzinsung an. Allgemein üblich ist der Standarttarif, der eine Laufzeit von mindestens 6 hat.

Wer schnell an sein eigenes Heim kommen will, der hat die Möglichkeit, den Schnelltarif zu wählen. Mit einer größeren monatlichen Bausparsumme kann in kürzerer Zeit in den Bausparer eingezahlt werden und eine Zuteilung des Bauspardarlehens erfolgt dadurch eher. Soll der Bausparvertrag zur Absicherung oder für Umbaumaßnahmen zu einem viel späteren Zeitpunkt fällig werden, dann ist ein Langzeittarif besser geeignet. Inzwischen werden von einigen Bausparkassen auch Tarife mit Wahlzuteilung angeboten.

Der Vorteil hierfür liegt in der schnelleren Zuteilung des Bauspardarlehens. Bei dieser Variante ist es durchaus möglich, die Zuteilung schon nach einem Zeitraum von 18 Monaten zu bekommen. Aber auch hier gelten ansonsten die gleichen Bedingungen eines Bausparvertrages.
Es empfiehlt sich, vor dem Abschluss eines Bausparvertrages die verschiedenen Angebote der Bausparkassen gründlich zu vergleichen. Nur so werden große und kleine Unterschiede sichtbar.

Hierzu kann gern das Internet genutzt werden, denn an Hand der Auflistungen ist ein Vergleich einfach und übersichtlich. Da der Bausparvertrag ein kompaktes Sparvorhaben mit einem bestimmten Ziel ist, sollten in jedem Fall persönliche Beratungsgespräche im Vordergrund stehen. Hier hat der Anleger die Möglichkeit, in diesen persönlichen Gesprächen seine Fragen stellen zu können und erhält gleich die richtigen Informationen vor Ort. Selbstverständlich werden auch Vergleichsmöglichkeiten gegeben.

Nur wer all diese Punkte beachtet, wird später nicht das Nachsehen haben. Eine Beratung durch einen unabhängigen Makler hat den Vorteil, dass dieser sich unvoreingenommen mit der Thematik befassen kann und somit ein neutrales Urteil abgibt. Er kennt die Vor- und Nachteile des Bausparvertrages und kann diesen so objektiv beurteilen.

Wenn das Bauspardarlehen fällig wird, hat der Sparer die Möglichkeit, sich sowohl das Guthaben als auch das Darlehen auszahlen zu lassen, allerdings muss das Mindestguthaben bis zu diesem Zeitpunkt angespart sein. Die Auszahlung des Darlehens kann sich jedoch um einige Monate verzögern wenn nicht genug Kapital zur Verfügung steht. Das ist davon abhängig, wann die Zuteilungsreihenfolge mit der Bewertungszahl übereinstimmt.

Dies wird monatlich berechnet, sodass immer der aktuelle Stand über den Auszahlungstermin entscheidet.
Wurde das Bauspardarlehen ausgezahlt, wird mit der Tilgung desselben begonnen. Da der Zinssatz bereits mit dem Abschluss des Bausparvertrages festgelegt wurde, wird die Rückzahlung des Darlehens nicht beeinträchtigt und dieses kann wahlweise in einer Summe oder bequem in Raten zurückgezahlt werden.

Schon bei dem Abschluss eines Bausparvertrages können für die spätere Tilgung Sonderzahlungen vereinbart werden. Sie ermöglichen dem Tilger eine schnellere Rückzahlung seines Darlehens. Hier muss die genaue Höhe festgelegt sein, da die Bausparkasse sie sonst ablehnen kann.

Die allgemeinen Bedingungen für Bausparverträge sind rechtlich geregelt, die sowohl von der Bausparkasse als auch vom Bausparer selbst strikt eingehalten werden müssen.
Der Bausparvertrag wird aber auch gern gerade von älteren Menschen als Altersvorsorge abgeschlossen. Hierbei wird ein Darlehen nicht in Anspruch genommen.

In Österreich wird der Bausparvertrag gern auch als risikoloses Sparen mit staatlicher Prämie genutzt. Hier muss das Darlehen nicht zwangsläufig zur Baufinanzierung verwendet werden. Es wird oft auch für Aus- und Weiterbildungen verwendet. Durch die gute Verzinsung von maximal 6% jährlich in der Ansparphase wird diese Form des Sparens immer beliebter.