Privatkonkurs

Privatkonkurs in Österreich-wichtige Informationen

Einleitung

Es gibt heutzutage mindestens 300.000 Haushalte in Österreich, in denen eine private Insolvenz oder der sogenannte Privatkonkurs angemeldet worden ist.

Dies ist im Grunde genommen nur die Dunkelziffer, denn es dürften weit mehr als die genannten 300.000 Haushalte sein, in denen es immense finanzielle Nöte und Engpässe zu verzeichnen gibt. Durch den Privatkonkurs ist es aber möglich, dass den zahlreichen zahlungsunfähigen Personen, die von privater Natur sind, eine Chance zu offenbaren, eine Schuldenregulierung vornehmen zu lassen.
Man spricht in Österreich immer von der sogenannten Schuldenregulierung oder vom Schuldenregulierungsverfahren, wenn vom Privatkonkurs die Rede ist. Es wird als eine Chance in Österreich, für wirklich bemühte und ehrliche Schuldner angesehen, die eine umfassende Schuldenbereinigung anstreben und alles dafür tun würden.
Der Gerichtsstand für das Verfahren einer angemessenen Schuldenregulierung oder eben für den Privatkonkurs ist grundsätzlich ein österreichisches Bezirksgericht.

Private Schuldnerberatungen und der Privatkonkurs

Die sogenannten Schuldnerberatungen müssen in Österreich staatlich anerkannt sein denn sie haben für im Privatkonkursverfahren eine ganz wichtige Bedeutung eingenommen. Diese Einrichtungen müssen als Beratungseinrichtungen vom österreichischen Justizministerium anerkannt worden sein. Ihre Dienste müssen dem Schuldner kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Sie sollen die Schuldner, bei ihren außergerichtlichen und auch bei den drohenden gerichtlichen Terminen, unterstützen und ihnen mit guten Ratschlägen und Tipps zur Seite stehen. Sie haben auch die Möglichkeit, im Falle des Erscheinens vor dem österreichischen Bezirksgericht, den Schuldner dort zu vertreten.

Die staatlich anerkannten Schuldnerberatungsstellen in Österreich arbeiten alle nach den gleichen Grundsätzen. Die Klienten oder Schuldner müssen eine Bereitschaft zur Mitarbeit deklarieren und entsprechend motiviert sein, um zum Abbau der Schulden aktiv mit beizutragen. Die Schuldner sollten wissen, dass eine seriös arbeitende Schuldnerberatung in Österreich, niemals Kredite vermitteln wird und auch sonst keinerlei finanzielle Hilfestellungen geben wird. Sie wird niemals die Bürgschaften für die Schuldner übernehmen, wie oftmals fälschlicherweise angenommen. Die Schuldnerberatung wird immer fair arbeiten, denn sie gilt in Österreich als durchaus seriös arbeitender Partner, der auch zur Schweigepflicht verpflichtet ist, zwischen den beiden Parteien.

Die Schuldnerberatungsstellen erwarten von den Schuldnern immer korrektes Auftreten, Pünktlichkeit und Ehrlichkeit, besonders was die darzulegenden finanziellen Belange anbetrifft. Alle Lösungswege, die auch vom Gericht erwartet werden, sollten mit der Schuldnerberatung und dem Schuldner, in guter Zusammenarbeit gefunden werden.
Wichtig für die Klientel ist es aber auch, dass ein Abbruch der Zusammenarbeit durchaus erfolgen kann. Dies geschieht in der Regel immer dann, wenn der Schuldner sich nicht als kooperativer Partner erweist.

Der Privatkonkurs in Österreich

In Österreich ist es seit dem Jahr 1995 nicht nur als Unternehmer möglich, sich aus der Schuldenfalle auf legalem Wege zu befreien, sondern auch für die zahlreichen Privatpersonen, die in akute finanzielle Geldnot geraten sind. Man nennt dieses sehr effizient ausgeklügelte Verfahren zur Schuldenregulierung in Österreich auch den Privatkonkurs.

Grundsätzlich ist zu sagen, dass sich alle Betroffenen eine Beratungsstelle aufsuchen sollten. In den größeren Städten gibt es mindestens drei Anlaufstellen, für eine Schuldnerberatung, wenn dies nicht gegeben sein sollte, ist die Möglichkeit gegeben, sich im Internet, über entsprechende Rechtsbeistände in Österreich kundig zu machen. Es gibt genügend Rechtsanwälte, die sich genau zu diesem brisanten Thema spezialisiert haben und mit Rat und Tat, den Betroffenen fachkundig und kompetent zur Seite stehen werden. Das Internet bietet hier eine sehr große Plattform für Hilfesuchende.

Sicher ist auch die Tatsache, dass sich die Zahl der Privatkonkurse in Österreich immens häuft. Man spricht hier in Expertenkreisen von einer explosionsartigen Zunahme der Privatkonkurse im Land. Mindestens 6400 Fälle wurden im Vorjahr allein im ersten Halbjahr registriert und die Tendenz geht hier auf einen weiteren starken Anstieg aus. Es kann vielerlei Gründe haben, warum die Menschen in diese prekäre Notlage geraten, aber die häufigsten Ursachen sind immer noch, der Verlust der Arbeitsstelle oder auch private Lebenskrisen, die zu diesen Zuständen in Österreich führen.

Die Experten sprechen weiterhin davon, dass auch Firmen in den Privatkonkurs stürzen werden und wie heute schon bekannt geworden ist, sind dies momentan bis zu 39 Firmen am Tag, die in Österreich den Privatkonkurs anmelden müssen, um sich einigermaßen aus der Schuldenfalle befreien zu können. Bereits im Jahr 2007 wurde von Wirtschaftsexperten und Wirtschaftswissenschaftlern in Österreich bekanntgegeben, dass die Zahl der Privatkonkurse im ersten Halbjahr weiter sehr stark angestiegen sei, um genau zu sein, um 14,7 % gegenüber dem Jahresende 2006.

Es gab in diesen Jahren, wie auch für das Jahr 2010 vorausgesagt wird, deutlich mehr Privatkonkursanmeldungen, wie die Anmeldung für die Firmeninsolvenz. Der KSV Österreich geht weiterhin davon aus, dass die Zahl der Privatkonkurse drastisch ansteigen wird. So ist eine Zahl der Privatkonkurse mit 15.000 pro Jahr nicht als unrealistisch zu bezeichnen.

Bereits im Vorjahr, so die Sprecher der KSV, wurde für 9.076 Personen einen Privatkonkurs angemeldet und das Privatkonkursverfahren eröffnet. Eine bedrohliche Zahl, die sich im Jahr 2010 weiter ausbauen könnte. Dies begründet sich aus der Tatsache, dass bereits im Jahr 2009 ein Anstieg zum Vorjahr um ganz 7 % verzeichnen ließe.

Die Regionen Oberösterreich, Salzburg und auch Wien sind die besonders betroffenen Regionen, will man der KSV Glauben schenken, aber die Zahlen lassen eigentlich keinen Zweifel zu. So werden auch für das Jahr 2010 weitere Anstiege erwartet.

Für 2010 wird ein weiteres Ansteigen der Insolvenzen erwartet, die mit dem noch nicht gewährleisteten Anpassungsvorgang bei den vorhandenen Kapazitäten genannt werden. Der neuerliche Zuwachs für das Jahr 2010 wird von der KSV auf 12 % geschätzt.
Die Tatsache, dass viele Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren und dadurch in eine private Lebenskrise fallen, sind oftmals die Vorläufer, für den drohenden Privatkonkurs. Tritt dieser dann unwiderruflich ein, gibt es verschiedenen Verhaltensschemen, an die es sich zu halten gilt, will man einen effizienten Weg aus der Krise finden.