Gründerbonus

Mit dem Gründungsbonus für Existenzgründungen als Unternehmer und für Nachfolger eines Firmenbesitzes wurde in Österreich ein zusätzliches Instrument bedient, die Konjunktur anzukurbeln. Der Gründungsbonus soll das Ansparen von Eigenkapital von Gründungswilligen kräftig unterstützen.

Diese Förderungen werden wesentlich auch von der Bürges Förderungsbank für Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer im Rahmen des Gründungssparens bedient. Im Zuge des Gründungsbonus werden Investitionszuschüsse von 7 Prozent oder ein Gründungsbonus von 14 Prozent gewährt.

Darüber hinaus sieht das Programm Haftungsübernahmen für Fremdfinanzierungen vor, was die Aufnahme von Fremdkapital erheblich erleichtert. Wer für eine Unternehmensgründung oder spätere Firmenübernahme sparen und diese Förderung beanspruchen will, kann die Sparform frei wählen.

Einige bereits geförderte Sparanlagen, wie beispielsweise das Bausparen, sind dabei ausgenommen. Das Gründungssparen ist auf Laufzeiten von 1 bis 6 Jahren festgelegt, und die Förderung bezieht sich auf einen Höchstsatz von 60.000 Euro. Das ergibt darauf bei 14 % eine Summe von 8.400 Euro. Die gleiche Förderungshöhe wird für das Sparen auf eine Betriebsnachfolge angewandt.

Wer in den Genuss der Förderung über den Gründungsbonus kommen möchte, muss einen entsprechenden Antrag stellen. Die Anträge werden bei der jeweiligen Landesregierung gestellt. Es gibt auch die Möglichkeit, über das Internet Anträge online zu stellen. Wichtig ist die rechtzeitige Antragstellung, da für Sparmaßnahmen, die vor der Antragstellung getätigt wurden, keine Förderung erfolgen kann. Ebenso werden ausschließlich solche Spareinlagen in das Förderungsprogramm aufgenommen, die ausschließlich zur Gründung oder zur Nachfolge eines Unternehmens eingesetzt werden.

Es ist also auch wichtig, nachzuweisen, welche Art von Selbstständigkeit man aufbauen will, wann und auf welche Weise die Gründung oder Nachfolge erfolgen soll.
Wer als Arbeitsloser plant, sich mit einer eigenen Existenzgründung selbstständig zu machen, erhält über das Unternehmensgründungsprogramm eine fundierte Gründungsberatung, mithilfe derer er sich während 6 bis 9 Monaten auf die Selbstständigkeit vorbereiten kann. Diese Vorbereitung ist in diesem Fall kostenlos. Darüber hinaus kann eine Bezuschussung von Qualifikationsmaßnahmen erfolgen, die für die betreffende Gründung erforderlich sind.

An die Art und Größe von Unternehmen, deren Gründung mit dem Gründungsbonus gefördert wird, werden einige Voraussetzungen geknüpft. Das zu gründende Unternehmen muss ein kleines Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten sein. Die Bilanzsumme, beziehungsweise der Umsatz, darf eine Höchstsumme von 10 Mio. Euro nicht überschreiten. Der Gründungssparer oder Nachfolger darf in vorangegangenen 5 Jahren keine andere Form der Selbstständigkeit ausgeübt haben, und er muss seine unselbstständige Beschäftigung aufgeben. Das geplante oder das zu übernehmende Unternehmen muss seinen Sitz in Österreich haben.

Dem Ziel der Gründung eines Unternehmens sollte immer eine fundierte und detaillierte Planung vorausgehen. Es sollte ein Gründungsplan erarbeitet werden, der neben der Geschäftsidee auch konkrete Erarbeitungen ihrer Umsetzung enthält. Hierzu gehört die Analyse der benötigen Kapitalwerte, um ein Unternehmen der gewünschten Art ins Leben zu rufen, wozu die Übersicht von festem Inventar – Maschinen und dergleichen – , Größe und Kosten des Objekts, wie auch die für den Anfang vorgedachten Kosten für Personal gehören.

Einen solchen exakten Umriss der ins Auge gefassten Betriebserrichtung sollte der Gründungsplaner in der Hand haben, bevor er mit dem Sparplan und dem Förderungsantrag an die zuständigen Stellen herantritt.

Bei einer Nachfolge ist es einfacher, denn man hat den betreffenden Betrieb vor Augen, kann sich ein reales Bild von Geschäft und Umsatz machen und hat bereits einen Blick auf die bisherigen Bilanzen. Doch wer erstmals im Leben ein Unternehmen gründen will, steht oft vor großen Schwierigkeiten. Auch ist die Kenntnis der Förderungsmöglichkeiten in allen Einzelheiten häufig nicht ausreichend vorhanden.

Darum ist es sinnvoll, sich im Vorfeld beraten zu lassen. Solche Beratungen nehmen Banken vor, insbesondere auch die Bürges Förderungsbank für Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer, ebenfalls Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft mit beschränkter Haftung (AWS) und natürlich die zuständigen Stellen bei den Landesregierungen.