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Wer in Österreich Aktien handeln möchte, dem bleibt nur Wien. Dafür befindet sich hier aber die größte Börse in Zentraleuropa. In Wien werden nicht nur österreichische und internationale Aktien gehandelt. Wien ist auch ein sehr wichtiger Umschlagplatz für osteuropäische Aktien.

Die osteuropäischen Länder mögen es nach dem kalten Krieg vielleicht erst einmal schwer gehabt haben aber mit der Zeit heilen auch tiefe Wunden. Die Wirtschaft kommt auch hier in Fahrt und nicht nur vereinzelt können satte Renditen erwirtschaftet werden. Wer sich das nicht entgehen lassen möchte, der ist an der Wiener Börse richtig.

Diese Börse hat eine Tradition die rund 240 Jahre zurück reicht. In Wien werden schon seit langem Wertpapiere aller Art gehandelt. Hier sind Menschen aus einfachen Verhältnissen bereits reich geworden und das ist auch heute noch möglich. 1997 wurde die Termin- und Optionenbörse von Österreich mit der Wiener Börsenkammer zusammen gelegt.

Die Dachmarke CEE Stock Exchange Group ist entstanden, hierzu gehören die Wiener Börse sowie die Börsen von Prag, Budapest und Ljubljana. Es ist historisch erklärbar, weswegen Österreich mit diesen osteuropäischen Ländern so eng verflochten ist. Einst waren diese Regionen ein großes Land und die Menschen in Österreich haben das noch nicht vergessen. Dieses überregionale Arbeiten schadet der Region jedoch nicht. Der österreichische Aktienhandel ist darauf bedacht das eigene Land zu stabilisieren und die osteuropäischen Märkte aufzubauen.

Mit Aktien kann der Anleger sehr schnell sehr viel Geld verdienen. Das ist in Österreich genauso wie auf der gesamten Welt. So schnell der Anleger hier verdienen kann, so schnell kann er leider auch verlieren. Erst in jüngster Zeit sind die internationalen Aktienmärkte erneut eingebrochen und erholen sich immer noch.

Dennoch kann nun nicht generell grünes Licht für den Aktienhandel in Österreich gegeben werden. Die Aktienmärkte sind sehr sensibel. Es muss nur irgendwo auf der Welt ein Multimilliardendollar Konzern wie z.B. General Motors in den Konkurs gehen, schon sacken weitere Unternehmen in sich zusammen. Schon bricht die Börse vor Ort ein und löst einen internationalen Börsencrash aus.

Kein Mensch auf der ganzen Welt kann den Anlegern in der heutigen Situation garantieren, dass die Börsen, ob in Wien oder auf der gesamten Welt, in einem halben Wert noch stabil sind oder bereits um ein Drittel nachgegeben haben. Für ungeschickte Anleger kann dieses Drittel auch Zweidrittel vom angelegten Geld bedeuten und selbst geschickte Anleger werden in der Regel Verluste einfahren. Die Anlage von Geld in Aktien ist somit immer mit einem sehr großen und sehr realem Risiko verbunden. Selbst wenn die Kurse für die Aktien anwachsen, so kann der Anleger dennoch Pech gehabt haben, dass er einfach auf die falschen „Pferde“ gesetzt hat und dennoch Verluste verbuchen muss.

Mit dem Aktienhandel ist das in Österreich genauso wie auf dem Rest der Welt. Wer online in Aktien investieren möchte, der braucht ein Depotkonto. Dieses wird bei einer Bank eingerichtet die den Kunden Onlinebanking anbietet und zudem auch den Zugang zur Börse in Wien sicherstellt.

Für das Depot werden monatliche Kosten anfallen. Aber auch für den Aktienhandel fallen Kosten an, für jede Transaktion. Somit stellt sich heraus, dass der Anleger erst ab einem gewissen Anlagebetrag „günstig“ Aktien handeln kann. Zum einem wird die Bank pro Order eine Gebühr verlangen und zum anderen wird der Broker auch eine Gebühr anteilig zum Anlagebetrag einfordern. Oft kommen noch Ausgaben für fremde Auslagen hinzu. Dieses bedeutet, dass der Aktienkauf erst einmal um ein Prozent vom Anlagebetrag kosten kann. Natürlich kann der Anleger mit den Aktien schnell 50% verdienen aber er kann auch verlieren.

Wenn er schnell Geld verdient, dann muss er für diese Gewinne aber hohe Steuern bezahlen. Nur wer seine Aktien ruhen läst kann die Gewinne steuerfrei einfahren. Es ist aber nicht immer möglich die Aktien lange liegen zu lassen, teilweise muss nach Wochen verkauft werden um Gewinne zu sichern.

Bei der Versteuerung kann der Anleger aber Verluste geltend machen. Wer zur einen Seite mit dem Aktienverkauf 500 Euro Verlust macht braucht zur anderen Seite 500 Euro weniger versteuern. Somit kann sich das ein wenig ausgleichen, somit kann es für den Anleger leichter werden auch mal in den sauren Apfel zu beißen und Aktien mit Verlust abzustoßen. Auch dieses muss ein guter Anleger können. Wenn er sich vertan hat und ein Kursgewinn mit einer Aktie nicht in Aussicht steht, wenn diese sich vielleicht noch immer im freien Fall befindet, dann muss der geschickte Anleger sich von der Anlage schnellstmöglich trennen um mit einer besseren Anlage die Verluste zu kompensieren.

Der Aktienhandel bietet noch ein paar Risiken, die der Anleger kennen sollte. Wenn von einer sehr kleinen Aktie die verfügbaren Aktien an einem Börsenplatz aufgekauft werden, dann kann es passieren, dass sich dieses gravierend auf den Kurs auswirkt.

Wer von einer kleinen Aktie die letzen Aktien aufkauft ohne ein Höchstlimit für den Kauf zu setzen, der wird sich darüber wundern, zu welch hohem Preis er diese Aktien aufkauft. Mit jeder Aktie, die am Marktplatz verschwindet steigt der Preis für die verbleibenden und obwohl alle Aktien zum selben Zeitpunkt gekauft werden wird in der Berechnung jede Aktie einzeln gehandelt. Somit kann es passieren, dass der Anleger nicht für 50 sondern im Schnitt für 55 Euro einkauft, also ganze zehn Prozent mehr bezahlt als wie er es wollte.

Das nächste was dann passiert ist, dass sich der Aktienwert wieder nach unten anpasst. Somit hätte der Anleger für den Einkauf in die AG bereits zehn Prozent zuzüglich der Transaktionskosten Verlust gemacht. Das gleiche nur andersrum kann dem Anleger passieren wenn er verkaufen will. Wieder setzt er kein Limit für den niedrigsten Preis zu dem er den Verkauf tätigen will. Anstelle von 55 Euro erzielt er nun nur einen Erlös von 50 Euro pro Aktie im Schnitt.

Der Anleger darf sich nun zurecht betrogen fühlen wenn sein kleiner Anlagebetrag den Wert einer kleinen AG bereits so beeinflusst. Wer nun auf Nummer sicher gehen will kauft nur bei größeren AGs ein. Selbst wer bei kleinen AGs ein Limit setzt wird eventuell nicht wie gewünscht kaufen oder verkaufen können da die gesamte Order im Schnitt nicht mehr in dem Limit liegt zudem der Anleger bereit ist zu handeln.