Fonds

Fonds sind eine Form der Geldanlage. Hierbei gibt es aber sehr viele Differenzierungen, denn es sind verschiedene Arten von Fonds auf dem Finanzmarkt erhältlich. Im Allgemeinen geht man davon aus, dass Fonds eine gute Alternative der Geldanlage sind, wenn man sein Geld relativ
sicher anlegen will, da bei Fonds im Gegensatz zu einzelnen Wertpapieren, die Anlage breiter gestreut und somit das Risiko minimiert wird. Dadurch werden bei einer Geldanlage Totalverluste praktisch ausgeschlossen, die Gewinnspanne ist aber gleichzeitig auch limitierter, als bei
Investments die höhere Risiken beinhalten.

Offene Investmentfonds

Bei sogenannten offenen Investmentfonds gibt eine Investmentgesellschaft Anlegern die Möglichkeit in den Fonds einzuzahlen. Das komplette Kapital aller Anleger wird dann in einem Investmentfonds gebündelt. Die Gesellschaft behandelt das Geld der Anleger als
Sondervermögen. Dieses, legt die Investmentgesellschaft dann in verschieden gearteten Projekten, oder Anlagemöglichkeiten, an.

Ein Anteil an diesen Fonds kann der geneigte Anleger an der Börse erwerben. Oft werden auch Mittelsmänner in Form von Bankberatern, oder Finanzberatern für die Anlage in einem Fond zwischengeschaltet. In welchen Bereichen das Geld der Anleger tatsächlich angelegt wird, ist vorher schon transparent. So gibt es diverse Bereiche wie festverzinsliche Wertpapiere, Immobilien, Aktien, den Rohstoffmarkt, oder den Finanzmarkt, in denen die Investmentgesellschaften das Geld investieren. Beliebt sind des öfteren auch Mischformen. So kann es sein, dass
eine Investmentgesellschaft zu 50% in Immobilien investiert, und die andere Hälfte in diverse Aktien. Jeder Fond hat so seine bestimmten Schwerpunkte, wobei es für den Anleger möglich ist, aus einer breit gestreuten Zahl von Fonds auszuwählen.

Das Prinzip der Risikomischung müssen die Investmentgesellschaften allerdings beachten, damit sich das Prinzip des Fonds nicht selbst ad absurdum führt und dass die Anleger bestmöglich vor dem Totalverlust der Anlage geschützt sind. Dies bedeutet in der Praxis,
dass es zum Beispiel nicht erlaubt ist, das gesamte Investmentkapital in nur eine Aktie, Projekt, oder in nur eine Immobilie zu investieren.

Wenn ein Anleger sich zum Kauf von Anteilen eines offenen Investmentfonds entscheidet, so wird er automatisch zum Miteigentümer am jeweiligen Investmentfond. Dies garantiert ihm einen Anspruch auf die Beteiligung am erzielten Gewinn des offenen Investmentfonds.
Das Verhältnis des tatsächlichen Profits steht selbstverständlich immer im Verhältnis zu den gekauften Anteilen.

Des weiteren ist einem Besitzer von Anteilsscheinen gewährleistet, dass er diese stets wieder verkaufen kann. Dies nennt sich Anteilsrückgabe. Der Preis hierfür wird aus den tagesaktuellen Preisen bestimmt. So kann es sein, dass der Preis hier,
wie auch bei Aktien variiert. Hier gilt es den Markt abzuschätzen, um nicht eventuelle Verluste bei der Rückgabe zu erleiden, beziehungsweise das Risiko dafür zu minimieren, oder den Verlust möglichst gering zu halten. Da Investmentfonds eher auf die langfristige
Anlage ausgelegt sind, schwanken ihre Werte allerdings sehr viel geringer, als bei Aktien, oder anderen Anlagevarianten.

In Österreich unterliegen Investmentfonds bestimmten gesetzlichen Restriktionen. Diese wurden im Investmentfondsgesetz Novelle 2003 festgeschrieben. Vorgeschrieben wird unter anderem, dass Investmentgesellschaften Risikomischung in ihren Fonds zu betreiben haben. Dieses Gesetz dient vor allem dem Schutze des Anlegers.

Geschlossene Investmentfonds

Bei geschlossenen Investmentfonds, gelten bestimmte Zeiträume, in denen Anteilsscheine gekauft werden können. Hierbei gilt der Anleger nicht als Miteigentümer, sondern wird wie Unternehmer behandelt. In der Regel gilt der Anleger bei geschlossenen Investmentfonds
als Kommanditist. Deswegen hat er auch die entsprechenden Risiken zu tragen, welche bei einem eventuellen Verlust des Kapitals zu erwarten sind.

Geschlossene Investmentfonds finanzieren in der Regel in zeitlich begrenzte Projekte. Häufig zu finden sind geschlossene Investmentfonds, wenn es um die Finanzierung eines Films, einer bestimmten Immobilie, oder eines Schiffs geht. Aber gerade auch im Bereich von regenerativen Energien, sind geschlossene Investmentfonds seit einiger Zeit gang und gäbe.

Hier werden dann Windkraft.- oder Biogasanlagen finanziert. Für kleinere Anleger, ist diese Art der Fonds nur sehr begrenzt tauglich, da ein weitaus höheres Risiko besteht als bei offenen Investmentfonds, im schlimmsten Fall der Totalverlust des angelegten Geldes.

Rentenfonds

Rentenfonds sind offene Investmentfonds. Hierbei wird von den Investmentgesellschaften größtenteils in festverzinsliche Wertpapiere investiert. Der Name Rentenfonds, kommt daher, dass bei dieser speziellen Form des Investmentfonds auf kleinere, dafür aber stetige Rendite
gebaut wird. So ist dies eine recht risikoarme, fast risikofreie Anlageform und dient daher oft der privaten Altersvorsorge. Besonders profitieren Anleger in Rentenfonds vor allem niedrigen, fallenden Zinsen, da in solchen Zeiten die Nachfrage nach Anleihen in Rentenfonds
sehr stark ist und somit der Kurs der Anleihen ansteigt. Genauso gilt natürlich das Gegenteil bei hohen, steigenden Zinsen. Rentenfonds, welche sich hauptsächlich darauf spezialisieren in fremde Währungen zu investieren, bergen das Risiko, Wertverlust durch einen rapiden Abfall
einer Währung zu erzeugen.Allgemein, gelten seriöse, große Rentenfonds allerdings als relativ sichere, langfristige Wertanlage.

Die Besteuerung von Investmentfonds in Österreich

Bei der Besteuerung von Investmentfonds in Österreich muss differenziert werden. Wenn ein Privatanleger bei einem inländischen Investmentfonds anlegt, der sein Depot ebenfalls in Inland hat, so muss er die Erträge durch diesen nicht noch einmal gesondert besteuern.
Denn diese wurden vom Staat, schon vor der Ausgabe der Rendite an die Anleger, besteuert. Wesentlich komplexer ist die Frage der Besteuerung von Renditen, die von Investmentgesellschaften ausgegeben werden, die aus dem Ausland kommen, das Depot jedoch im Inland ist.

Dies kann aber mithilfe der Homepage des österreichischen Bundesministeriums für Finanzen berechnet, oder nachgeschlagen werden. Des weiteren lassen sich dort auch die unterschiedlichen Regelungen zur Besteuerung bei Ankauf und Verkauf von Anteilsscheinen nachschlagen.
Außerdem ist es aufgrund der Komplexität dieser Thematik stets ratsam einen kompetenten Steuerberater aufzusuchen, da man sich in diesem Bereich sehr schnell, wissentlich, aber meistens eher unwissentlich, strafbar machen kann.

Aber nicht nur deswegen ist ein Besuch bei einem fachkundigen Berater sinnvoll. Auch kann oft, erst nach Abzug der eventuell in Zukunft anfallenden Steuern, die tatsächliche Profitabilität verschiedener Investmentfonds realistisch eingeschätzt werden.

In Zusammenarbeit mit einem steuerkundigen Berater, sowie einem Berater, der sich auf dem Finanzmarkt auskennt, lassen sich mit Investmentfonds nämlich, auch in Zeiten der Weltwirtschaftskrise, langfristige, stetige Rendite erwirtschaften.