Forex Trading

Der Devisenmarkt

Der Devisenmarkt, der auch als Foreign Exchange Traded Market oder kurz Forex bezeichnet wird, ist der größte Finanzmarkt der Welt. Hier werden am Tag mehr als vier Billionen US-Dollar umgesetzt. Die Devisen werden am Forex-Markt sowohl gekauft wie auch verkauft, und zwar weltweit rund um die Uhr. Die Marktteilnehmer bestimmen dabei durch Angebot und Nachfrage den Preis der einzelnen Währungen, die hierdurch natürlich starken Schwankungen unterliegen.

Devisenbörsen gibt es am Devisenmarkt nahezu nicht mehr, da die Geschäfte direkt zwischen den einzelnen Marktteilnehmern abgewickelt werden. Aus diesem Grund war es Privatanlegern lange nicht möglich, sich am Devisenmarkt zu engagieren, denn dieser Markt war institutionellen Anlegern und Banken, aber auch Ländern und deren Zentralbanken vorbehalten. Mittlerweile jedoch können auch Privatanleger Geld am Devisenmarkt investieren, und zwar über Forex Broker, die als Market Maker fungieren. Ihnen ist es möglich, den Kunden jederzeitige An- und Verkaufskurse für die wichtigsten Währungspaare zu bieten, so dass Anleger nun ebenfalls von Kursschwankungen der Devisen profitieren können. Damit steht Anlegern jetzt eine gute Alternative zum klassischen Aktienmarkt zur Verfügung, denn mitunter entwickeln sich Währungen positiv, obwohl die Aktienmärkte negativ tendieren.

Das Forex Trading
Um am Forex Trading teilnehmen zu können ist ein nur geringer Kapitaleinsatz nötig, denn je nach Broker liegt die Mindesteinzahlung meist nicht über 500 Euro. Mitunter ist die Kontoeröffnung bereits mit einer Einlage von nur 100 US-Dollar möglich.

Mit diesem kleinen Kapitaleinsatz kann dann ein vielfaches Handelsvolumen bewegt werden, denn die Währungen werden beim Forex Trading nicht physisch erworben. Für das Handeln ist lediglich die Hinterlegung einer Sicherheitsleistung, der so genannten Margin-Leistung, notwendig. Diese Sicherheitsleistung kann zwischen 0,25-2% des Handelswertes betragen, so dass für ein Handelsvolumen nur zwischen 250-2.000 Euro eingesetzt werden müssen. Dieser geringe Geldeinsatz sorgt natürlich gleichzeitig für einen Hebeleffekt, denn bereits geringe Kursschwankungen der zugrunde liegenden Währungen können sich unmittelbar auf das investierte Guthaben auswirken. Bei positiven Schwankungen sind so überproportional hohe Gewinne möglich, bei Kursverlusten hingegen drohen große Einbußen. Die Hebelwirkung ist natürlich umso größer, je geringer die Margin-Leistung ist, denn dann wirken sich Kursschwankungen noch stärker auf den kleinen investierten Betrag aus.

Die Vorteile des Forex Trading auf einen Blick:

– Teilnahme am Devisenmarkt jetzt auch für Privatanleger möglich
– Nahezu Unabhängigkeit vom Aktienmarkt
– von Währungskursschwankungen profitieren
– Handel mit geringem Eigenkapital möglich
– Überdurchschnittliche Gewinne möglich
– Bequemer Online-Handel bei Forex-Brokern
– Übersichtliche Handelsplattformen, kostenlose Handelssoftware

Die Kursfindung bei Devisen

Wie auch bei Aktien werden die Kurse von Devisen nach Angebot und Nachfrage bestimmt. Händler handeln hierzu Währungspaare, wobei eine Währung verkauft wird, die andere Währung hingegen wird gekauft.
Bei der Kursfindung spielen natürlich Erwartungshaltungen eine wichtige Rolle, denn Devisen werden dann gekauft, wenn Händler und Anleger davon ausgehen, dass hier Potenziale ruhen, die genutzt werden können. Ausschlaggebend für eine positive Bewertung von Währungen ist zum einen die Wirtschaftsleistung des jeweiligen Landes oder der Region, aber auch politische Ereignisse oder Entscheidungen der Zentralbanken können sich sowohl positiv wie auch negativ auf die Kursentwicklung auswirken.

Die Forex Broker

Forex Broker sind nahezu ausschließlich im Internet aktiv, denn für Anleger ist es wichtig, schnell auf Veränderungen am Markt oder auf Handelssignale reagieren zu können. Hierzu stellen die Broker übersichtliche Handelsplattformen zur Verfügung, gleichzeitig können Anleger die kostenlose Forex-Software nutzen, um ihr Konto zu verwalten und sich über News und Kurs beeinflussende Faktoren zu informieren.

Zu den wichtigsten Brokern gehören eToro, FXFlat, AVA FX und Fx Pro. Sie alle ermöglichen Privatanlegern die Teilnahme am Forex Markt, jedoch zu teils unterschiedlichen Konditionen. Daher ist es für Anleger wichtig, sich vorab über die Höhe der notwendigen Rücklage (Margin) sowie über den Hebel und auch die Anzahl der gehandelten Währungspaare informieren. Einige Forex Broker Alpari und 4XP ermöglichen sogar den Handel mit Rohstoffen, um auch hier von Kursschwankungen profitieren zu können.

Die Handelssoftware

Eine leistungsstarke Handelssoftware kann Anleger helfen, sich auf dem Forex Markt zu etablieren und hier auch außerhalb des Aktienmarktes hohe Gewinne zu generieren. Die Software wird von den meisten Brokern kostenlos zur Verfügung gestellt und kann je nach Wunsch entweder als Download oder als Online-Variante genutzt werden. Die Download-Variante bietet dabei den Vorteil, dass die Software individuell auf die Wünsche und Bedürfnisse des Anlegers eingerichtet werden kann. So ist es beispielsweise möglich, nicht nur offene Trades anzuzeigen, sondern sich auch gleich mit der Öffnung des Programms einen Überblick über die wirtschaftlichen Situationen in den Ländern sowie die Chancen am Devisenmarkt zu eröffnen. Wird die Handelssoftware jedoch gedownloaded, steht sie nur auf dem jeweiligen PC zur Verfügung, auf Reisen kann sie meist nicht genutzt werden.

Anders die Online-Variante. Sie kann immer und überall aufgerufen werden, selbst von einem Internet-Café aus ist es möglich, Kursverläufe zu überprüfen und Kauf- und Verkaufsaufträge anzugeben. Anleger, die häufig auf Reisen sind, sollten sich für eine solche Software entscheiden.
Die wohl bekannteste Forex-Software ist eToro, eine Software, die auf eine benutzerfreundliche Bedienung und eine einfache Handhabung setzt. Auch der MetaTrader 4 ist bei Anlegern beliebt, da er technische Analysen in Echtzeit bietet und gleichzeitig auch das Erstellen persönlicher Handelsstrategien erlaubt.

Forex-Signale

Einige Broker und Analysten bieten Anlegern am Devisenmarkt die Erstellung von Forex-Signalen. Diese Signale informieren Anleger über Veränderungen an den Märkten, die zu Kursgewinnen oder Kursverlusten bei bestimmten Währungen führen können. Diese Signale erlauben es somit, kurzfristig auf Veränderungen zu reagieren und diese für sich zu nutzen.

Die Erstellung von Forex-Signalen ist in der Regel kostenpflichtig, denn hier steht ein relativ großer Recherche-Aufwand dahinter. Als Kundenservice bieten einige Broker jedoch zumindest ein oder zwei Signale pro Woche, lediglich Trader, die mehr Informationen benötigen, können dann den kostenpflichtigen Abo-Service nutzen. Auf Wunsch werden die Signale dann nicht nur per Mail, sondern auch per SMS zur Verfügung gestellt.