Wohnbauanleihe

Wer in Österreich sein Geld relativ sicher anlegen möchte, der sollte einmal über eine Wohnbauanleihe nachdenken. Die Kreditinstitute sind darauf angewiesen laufend neue liquide Mittel zu erschließen. Die Wohnbauanleihe wird, wie es der Name vermuten läst, für Kredite für den Wohnungsbau verwendet.

Eine Wohnbauanleihe ist nicht nur gut verzinst, bis zu vier Prozent Zinsen geht das Finanzamt leer aus. Wenn also fünf Prozent gezahlt werden dann zahlt der Anleger nur für einen Prozent Zinsen die Steuern. Derzeit gibt es auch für die Wohnbauanleihe in Österreich nur um die vier Prozent Zinsen und das ist bereits über der Verzinsung von Staatsanleihen. Die Wohnbauanleihe ist zwar nicht ganz so sicher aber doch sicherer als Unternehmensanleihen.

Die Wohnbauanleihe ist somit eine ziemlich sichere Anlagevariante. Der Anleger, der sein Geld aber vor der Frist von zehn Jahren benötigt kann Pech haben. Zum Ende der Laufzeit wird die Wohnbauanleihe fest verzinst ausbezahlt aber während der Laufzeit kann sie im Kurs nachgeben so dass der Anleger unter Umständen nicht einmal sein einbezahltes Geld wieder voll ausbezahlt bekommt.

Wer in eine Wohnbauanleihe finanziert sollte sich somit sicher sein, dass er das Geld in den nächsten zehn Jahren wirklich nicht mehr gebrauchen wird. Dann aber ist die Wohnbauanleihe in Österreich derzeit ein sehr gefragtes Wertpapier. Bei der Wohnbauanleihe hat der österreichische Anleger wenigstens nicht das Risiko wie bei Aktien, dass er innerhalb von kurzer Zeit mit der Hälfte des Anlagekapitals dasteht.

Es gibt in Österreich einige Kreditinstitute die sich über die Ausschüttung von Wohnbauanleihen Finanzmittel für den Kreditmarkt beschaffen. Der Anleger ist ab einem Anlagebetrag von 100 bis 3000 Euro dabei und kann von den satten Zinsen die bis zu vier Prozent steuerfrei sind profitieren.

Dieses bedeutet für andere Anlageformen, dass sie deutlich über der Rendite der Wohnbauanlage arbeiten müssten um auf den selben effektiven Gewinn zu kommen. Es stellt sich aber die Frage ob diese Anlageformen dann auch ebenso sicher sind wie die Wohnbauanleihe. Dieses ist der ganz große Pluspunkt für die Wohnbauanleihe.

Wer nun in eine Wohnbauanleihe investieren möchte, der kann diese an Wertpapiermärkten kaufen. Es wird ein Depotkonto benötigt, es sollte ein günstiges Angebot gewählt werden wenn möglich ein kostenloses. Wenn die Wohnbauanleihe bei 100% steht dann wird sie z.B. für 100,25% ausgegeben.

Über diesen Preisunterschied werden alle Gebühren bezahlt. Wenn ein Broker eingesetzt wird muss dieser natürlich auch bezahlt werden sowie die Bank auch noch verdienen möchte. Die Wohnbauanleihe ist somit leider eine Anlagemöglichkeit, die einem zuerst ein paar Euro kostet. Prozentual sinken die Kosten aber mit der Anlagemenge und da keine Steuern auf die Verzinsung von bis zu vier Prozent gezahlt werden rechnet sich diese Anlageform durchaus zu anderen Kapitalanlagen.

Anbieter für die begehrten Wohnbauanleihen sind unter anderem die Bank Austria, die s Wohnbaubank, die Hypo Tirol Bank, die Raiffeisen Wohnbaubank und viele andere.

Diese Kreditinstitute müssen die Wohnbauanleihe auch zurück kaufen, wenn die Anleger schlapp machen. Diese zwischenverkauften Wohnbauanleihen kann der Anleger dann manchmal unter dem Kurs erstehen. Wenn er eine Neuemission abpasst kann er die Wohnbauanleihe im Kurs kaufen. Dann beträgt der restliche Anlagezeitraum jedoch in der Regel satte zehn Jahre.

Die Wohnbauanleihe in Österreich ist für jeden Anleger geeignet der auf Sicherheit setzt und sich nicht viel um sein angelegtes Kapital kümmern möchte. Wer in Aktien investiert, der muss ständig Kurseinbrüche befürchten. Der Aktienanleger muss sich kontinuierlich über die Entwicklung des Aktienmarktes informieren um eventuell schnell verkaufen oder kaufen zu können. Diesen ganzen Stress erspart sich jeder Anleger der auf die Wohnbauanleihe setzt.

Hier ruht und arbeitet das Geld für ganze zehn Jahre und wird in der Regel fest verzinst. Es gibt auch Angebote mit variabler Verzinsung. Dieses kann aber nach hinten los gehen wenn die Zinsen einbrechen. Wer eine fest verzinste Wohnbauanleihe abschließt, der kann sich über einen sicheren Gewinn freuen. Zudem kann sich der Anleger darüber freuen, dass er sein Kapital sinnvoll einsetzt. Er unterstützt damit billige Kredite für billigen Wohnraum und hält die Mietpreise somit auf einem geringen Stand.

Wer die sicheren Zinsen einer Wohnbauanleihe für sich verbuchen möchte der sollte jedoch darauf achten, dass er nicht sein letztes Geld in diese renditestarke Kapitalanlage investiert. In jeder Situation in der man das Kapital anlegt sollten liquide Mittel für außergewöhnliche Situationen berücksichtigt werden.

Es kann immer etwas unvorhergesehenes passieren und in diesen Situationen wäre es unklug sein fest angelegtes Kapital wieder flüssig machen zu müssen. Wer jedoch über genügend liquide Mittel verfügt und in den nächsten zehn Jahren keine größeren Ausgaben eingeplant hat, der sollte ruhig eine Wohnbauanleihe mit guter Verzinsung abschließen um nicht einen guten Teil seiner Zinserträge an das Finanzamt abtreten zu müssen.