Lebensversicherung verkaufen

Lebensversicherung – Altersvorsorge und Absicherung der Familie in Einem

Zum Zeitpunkt des Abschlusses einer Lebensversicherung stehen meist die Sicherung des eigenen Lebensabends und vor allem auch die Sicherheit der Angehörigen im Falle des Ablebens des Versicherungsnehmers im Vordergrund. Die Aussicht, zu einem vertraglich festgelegten Zeitpunkt einen oft nicht unerheblichen Betrag ausgezahlt zu bekommen, der sich aus den Sparleistungen des Versicherten und den möglichen Überschusszahlungen der Versicherungsgesellschaft zusammensetzt, ist der besondere Anreiz zum Abschluss eine Lebensversicherung.

Bei dieser Individualversicherung wird eine Versicherung auf einen Zeitpunkt, der bis zu 30 Jahren in der Zukunft liegen kann, abgeschlossen. Die Summe wird dem Versicherungsnehmer einschließlich der im Vertrag definierten Überschusszahlungen und Boni ausgezahlt. Darüber hinaus wird für den Fall des Ablebens des Versicherungsnehmers vor dem Ablaufzeitpunkt der Versicherung die Auszahlung der gesamten Versicherungssumme an den oder die Begünstigten ausgezahlt. Diese Kombination macht die Lebensversicherung interessant.

Liquiditätsbedarf? Der Verkauf einer Lebensversicherung als Alternative zum Darlehen

Von allen Lebensversicherungen, die abgeschlossen werden, erreicht nur etwas die Hälfte der Versicherungen den vereinbarten Auszahlungstermin. Die andere Hälfte wurde bis zur Einführung der Möglichkeit, eine Lebensversicherung zu verkaufen, aufgelöst bzw. gekündigt. Im Laufe eines so langen Zeitraumes, über den eine Lebensversicherung üblicherweise abgeschlossen wird, ändert sich oft die finanzielle, berufliche oder private Situation des Versicherungsnehmers und aus den verschiedensten Gründen wird die bereits in die Polizze eingezahlte Summe benötigt und die Lebensversicherung erreicht nicht den vorgesehenen Endfälligkeitstermin. Die individuellen Gründe dafür sind verschieden. So wird oft der Kauf oder die Renovierung einer Eigentumswohnung bzw. eines Hauses beabsichtigt und die finanziellen Mittel reichen nicht aus ohne die Lebensversicherung mit in den Finanzplan einzubeziehen.

Auch eine plötzliche und zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses der Lebensversicherung nicht abzusehende Arbeitslosigkeit oder andere unerwartete finanzielle Einbrüche verlangen nach sofortigen Maßnahmen. Besteht eine Lebensversicherung bereits seit längerer Zeit und es wurden bereits mindestens 5.000 € Rückkaufwert erreicht, sollte sofort auch der Barwert der Lebensversicherung mit einbezogen werden.

Sowohl eine Beleihung als auch der Verkauf einer bereits laufenden Lebensversicherung kann unter bestimmten Voraussetzungen in Erwägung gezogen werden. Beide Varianten sind realisierbar, wichtig ist für den Versicherungsnehmer allerdings, dass er vorher genau prüft, welche der möglichen Varianten die für ihn finanziell lukrativere ist. Der Verkauf einer Lebensversicherung sollte genau bedacht werden, denn der Versicherungseintritt für den Todesfall fällt sofort für die Hinterbliebenen weg, sobald die Abtretung beim Verkauf der Lebensversicherung durch die Versicherungsgesellschaft bestätigt ist.

Vorweg kann absolut eindeutig festgestellt werden, dass die Kündigung bzw. die Auflösung einer Lebensversicherung immer mit einem Verlust für den Versicherungsnehmer verbunden ist. Eine Beleihung oder der Verkauf einer Lebensversicherung hingegen kommt jedoch unter bestimmten Umständen durchaus als Möglichkeit in Betracht, um die private Liquidität zu erhöhen.

Von allen abgeschlossenen Lebensversicherungen wird von jeder zweiten Versicherung vor Ende ihrer Laufzeit das angesammelte Kapital benötigt. In der Vergangenheit konnten die Verträge nur aufgelöst werden, was mit erheblichen Einbußen verbunden ist. Der Wert, den die Versicherungsgesellschaften bei einer Auflösung auszahlen können, ist der Rückkaufwert. Die Errechnung dieses Wertes unterliegt strengen gesetzlichen Bedingungen und in vielen Fällen muss der Versicherungsnehmer den Auszahlungsbetrag versteuern.

Die Auflösungskosten bei einer Kündigung der Lebensversicherung setzen sich aus den Verwaltungskosten, dem Risikoanteil, den Stornokosten und weiteren versicherungstechnischen Abzügen zusammen. Die meisten dieser Kosten fallen bei einem Verkauf der Lebensversicherung nicht an. Daraus ergibt sich, dass bei einem Verkauf ein deutlich höherer Mehrerlös von bis zu 20 % erzielt werden kann. Das läßt erkennen, dass der Rückkaufwert einer Lebensversicherung oft deutlich unter ihrem eigentlichen Wert liegt.

Grundvoraussetzungen, die zu erfüllen sind

Bei der Betrachtung der Vor- und Nachteile des Verkaufs einer bereits laufenden Lebensversicherung sind grundsätzlich reine Risikolebensversicherungen und Lebensversicherungen, die fondsgebunden sind, in Österreich auszuschließen. Eine Lebensversicherung, die durch die Prämienzahlungen Kapital bildet und zusätzlich durch Überschusszahlungen das Kapital erhöht, kann jedoch durchaus verkauft werden. Allerdings muss diese Lebensversicherung bereits ein Kapital von mindestens 5.000 € gebildet haben und die ungekürzte Restlaufzeit des Versicherungsvertrages darf nicht mehr als 15 Jahre betragen. Hat eine Lebensversicherung diese Bedingungen erfüllt, ist die Basis für den Verkauf der Lebensversicherung gegeben.

Seit die gesetzlichen Vorraussetzungen für diese Art der Kapitalbeschaffung gegeben sind, haben sich verschiedene Plattformen gebildet, die die Platzierung von Lebensversicherungen am Markt zu ihrer Aufgabe gemacht haben.

Wer sich zum Verkauf seiner Lebensversicherung entschieden hat oder mit diesem Gedanken trägt, kann über entsprechende Online Anbieter den für ihn optimal geeigneten Käufer für seine Lebensversicherung finden. Der Vorteil für den Verkäufer einer Lebensversicherung liegt auf der Hand: über den sogenannten zweiten Markt kann ein höherer Rückkaufwert erzielt werden und bei einem steuerpflichtigen Vertrag kann sich darüber hinaus auch eine steuerfreie Auszahlung der Verkaufssumme ergeben.

Wie kann ein Käufer für die Lebensversicherung gefunden werden?

Die Unternehmen, die den An- und Verkauf von Lebensversicherung vermitteln, sind Spezialisten auf ihrem Gebiet und arbeiten seriös, diskret und unter gesetzlicher Aufsicht. Sie bieten einerseits den Versicherungsnehmern die Möglichkeit, durch den Verkauf der Lebensversicherung liquide zu bleiben und auf der anderen Seite sowohl privaten als auch institutionellen Investoren die Möglichkeit eines Investments. Für die Investoren sind die Renditen der verkauften Lebensversicherungen von Interesse.

Die Rendite einer Lebensversicherung errechnet sich aus der Restlaufzeitrendite in Relation gesetzt zur garantierten oder prognostizierten Leistung, die zum Zeitpunkt des Ablaufs der Versicherung erbracht wird. Die Kombination der Kapitalbildung durch die regelmäßigen Prämienleistungen plus der Überschusszahlungen und evtl. Boni mit der Absicherung Hinterbliebener im Todesfall des Versicherungsnehmers ergibt eine beachtliche Rendite, für die sich ein Investment lohnt.

Selbst wenn die Absicherung des Todesfalls für den Käufer einer bestehenden Lebensversicherung nicht von Interesse ist, ist die zu erwartende Rendite selbst für institutionelle Investoren als Anlagemöglichkeit äußerst interessant. Für den Verkäufer bedeutet diese Möglichkeit in jedem Fall einen Mehrerlös im Vergleich zu einer Vertragsauflösung. Die Höhe des Mehrerlöses richtet sich nach der Qualität der Versicherungsgesellschaft, bei der der Lebensversicherungsvertrag abgeschlossen wurde und nach der Fortsetzungsrendite des Versicherungsvertrages.

Die technische Abwicklung des Verkaufs einer Lebensversicherung

Die Abwicklung einer solchen Transaktion läuft in der Regel so ab, dass der potentielle Verkäufer dem Platzierungsvermittler die Daten seiner zum Verkauf stehenden Lebensversicherung mitteilt. Auf dieser Basis wird der Rückkaufwert am zweiten Markt ermittelt und ein Käufer für diese Polizze gesucht.

Kann das Geschäft weiter abgewickelt werden, erhält der Verkäufer die Vertragsunterlagen, die er dem Vermittler unterschrieben mit dem Original der Versicherungspolizze zurück leitet. Die Kopie seines Personalausweises ist ebenfalls mit einzureichen. Sollten beide Vertragspartner die Abwicklung unter notarieller Aufsicht wünschen, wird ein staatlich ernannter Notar dazu gebeten. Ein eventueller Treuhandvertrag wird ebenfalls unterschrieben an den Vermittler zurück geleitet.

Nach der Prüfung sämtlicher Dokumente und der Bestätigung der Abtretung der Lebensversicherung durch die Versicherungsgesellschaft, wird der vertraglich vereinbarte Betrag auf ein Treuhandkonto überwiesen. Der Verkauf der Lebensversicherung ist damit abgeschlossen.

Der zweite Markt

Für Lebensversicherungen, die in Österreich abgeschlossen wurden, gibt es sowohl in Österreich als auch in Deutschland die Möglichkeit, über Vermittlungsunternehmen den Verkauf einer Lebensversicherung abzuwickeln. Die Deutsche Policenmakler GmbH ist der offizielle Dienstleister der Börsen AG Hamburg-Hannover. Er agiert als Vermittler einer geeigneten Lebensversicherung beim Ankauf einer solchen durch private Investoren. Es handelt sich hierbei um eine außerbörsliche Plattform.

Eine Vielzahl von deutschen Vermittlungsunternehmen ist auch auf dem österreichischen Markt tätig. Über das Internet bieten diese Vermittler ihre Dienste an. Die Prüfung einer zum Verkauf stehenden Lebensversicherung wird in der Regel kostenlos vorgenommen. Erst bei der Abwicklung des Geschäftes fallen Provisionen an, deren Höhe in jedem Fall im Vorfeld geklärt werden sollte.

Rückkaufswert der Lebensversicherung

Bei einer Lebensversicherung gibt es verschiedene Parameter, die bestimmt werden können. So ist der Rückkaufswert ein entscheidender Wert, wenn es darum geht, dass passende Summen beim Verkauf einer Lebensversicherung erzielt werden. Grundsätzlich orientiert sich der Rückkaufswert einer Lebensversicherung danach, ob zum Beispiel passende Summen eingezahlt wurden. Immer dann, wenn bereits sehr hohe Summen eingezahlt wurden, ist es auch wahrscheinlich, dass für die gesamte Lebensversicherung eine hohe Summe erzielt werden kann.

Es ist dabei wichtig, dass unter anderem auch das Internet als Medium genutzt wird, um sich über die einzelnen Lebensversicherungen zu informieren und passende Preise abzufragen. Eine Lebensversicherung, die bereits über eine lange Zeit läuft und in die regelmäßig eingezahlt wurde, lohnt sich unter dem Strich mehr als Verkaufsobjekt, als wenn eine Lebensversicherung veräußert werden soll, die noch nicht so lange auf dem Markt ist und die erst seit kurzem genutzt und aktiv bespart wird.

Zu beachten ist, dass es auch immer Gebühren kostet, wenn eine Lebensversicherung verkauft wird. So ist darauf zu achten, dass immer vorher ein Kostenvoranschlag erstellt wird und erst danach die passende Lebensversicherung verkauft wird. Im Bezug auf potentielle Käufer gibt es im Internet natürlich sehr viele Unternehmen und Firmen, die sich darauf spezialisiert haben, eine Lebensversicherung zu kaufen.

Welche Unternehmen hierbei seriös sind und wirklich gute Konditionen anbieten, lässt sich schnell und leicht erfahren. Wenn eine Firma nicht gut gearbeitet hat und keine guten Referenzen hat, so ist dies in der Regel auch innerhalb von wenigen Sekunden bis Minuten über das Internet zu erfahren. Es sollte daher nachgefragt werden, ob dies der Fall ist. Wer positive Erfahrungen mit einer Firma gemacht hat, der sollte diese auch über das Internet kund geben, so dass sich auch andere Kunden daran orientieren können und somit ihre Lebensversicherung hier ebenfalls verkaufen können.

In den meisten Fällen dauert es nicht gerade lange, bis die komplette Lebensversicherung verkauft ist. Ein Vergleich ist dennoch zu empfehlen, da es bei den einzelnen Anbietern deutliche Unterschiede gibt, auch was die komplette Abwicklung für den Verkauf einer Lebensversicherung angeht. Es sollte immer darauf geachtet werden, dass möglichst sehr viele Angebote eingeholt werden, die dann genutzt werden.