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Abzinsung





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Die Abzinsung ist eine finanzmathematische Methode, um festzustellen, wie viel ein bestimmter Betrag in der Zukunft heute wert wäre. Zu diesem Zweck wird eine bestimmte unterstellte Verzinsung rückgängig gemacht, so dass man am Ende einen sogenannten Barwert erhält. Den Vorgang der Abzinsung nennt man in Fachkreisen deshalb auch diskontieren.

Die genaue Berechnung läuft bei der Abzinsung so ab, dass man das Endkapital durch den sogenannten Abzinsungsfaktor teilt. Dieser Abzinsungsfaktor ist immer die Potenz n der Summe (1+i), wobei i der gewählte Kalkulationszinssatz ist und n die gewählte Laufzeit in einer bestimmten Periodengröße (meistens Jahre).

Was auf den ersten Blick äußerst merkwürdig wirkt, macht bei genauerem Hinsehen sehr viel Sinn, denn auf diese Weise kann man zum Beispiel im Investitionsbereich den Wert einer Investition auch zum heutigen Zeitpunkt bereits abschätzen. Der Barwert einer Investition wäre nämlich genau der Mehrwert, den eine mehrjährige Investition im Vergleich zu einer alternativen Geldanlage auf den heutigen Tag abgezinst bieten kann.

Der Kalkulationszinssatz i ist dabei die alternative Verwendung des Investitionskapitals. Daraus ergibt sich logischerweise, dass ein Barwert immer positiv sein sollte, da sich ansonsten die alternative Geldverwendung mehr lohnen würde. Darüber hinaus werden Diskontierungen aber auch in der Unternehmensbewertung vorgenommen, wo sie ein elementarer Bestandteil der sogenannten Discounted CashFlow Methode (DCF) sind, die damit als dynamische Unternehmensbewertung gilt.