Private Krankenversicherung – Beihilfe für Beamte in Deutschland

Neben Selbstständigen und Angestellten höherer Gehaltsklassen werden auch Beamte in private Krankenversicherungen aufgenommen. Für diese Personengruppe ergibt sich eine Besonderheit. Im Krankheitsfall werden sie vom Staat bezuschusst. Der Dienstherr ist verpflichtet, einen Teil der Kosten für die Staatsdiener und deren nichtversicherten Angehörigen zutragen. Allerdings kommen Lebenspartner nur dann in den Genuss der Zuwendungen, wenn deren eigenes Einkommen unter 18.000 Euro liegt. Durch Klauseln in den Tarifverträgen wurde die sogenannte Beihilfe auch auf Angestellte im öffentlichen Dienst ausgeweitet. Eine Ausnahme bilden Angehörige der Bundeswehr. Sie stehen zwar formal ebenfalls im Staatsdienst, genießen aber die unentgeltliche Betreuung durch die Truppenärzte.

Der Zuschuss aus öffentlichen Kassen deckt aber nur einen Teil der Leistungen ab. Die restliche Summe muss vom Versicherten selbst aufgebracht werden. In der Regel werden circa fünfzig Prozent subventioniert. Der genaue Protzentsatz richtet sich nach dem Familienstand und der Zahl der Kinder. Weiter spielt der Status eine entscheidende Rolle. In der aktiven Zeit einer Beamtenlaufbahn werden andere Beihilfen gezahlt als im Ruhestand.

In Deutschland existiert zwar bundesweit die Pflicht der Länder zur Beihilfe, aber die Ausgestaltung unterliegt den regionalen Verordnungen. Gerade Berufsanfänger sollten sich daher genau mit den für sie geltenden Bestimmungen auseinander setzen, um im Krankheitsfall für die Restsumme abgesichert zu sein. Das besondere Plus der Beihilfe liegt auf der Hand. Da Beamte die Wahl zwischen dem Eintritt in eine private oder gesetzliche Krankenversicherung haben, um den Eigenanteil zu versichern, genießen sie den Status eines Privatpatienten. Und das mit Beiträgen, die meist unter denen einer GKV liegen. Um einer Überversicherung vor zu beugen, werden von den Versicherungsunternehmen nur Leistungen übernommen, die mit der Beihilfe addiert 100% ergeben.

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