Sky startet eigenständiges VoD-Angebot Snap

Das Gerücht ist bereits seit geraumer Zeit in Umlauf: Der Fernsehsender Sky will in das Geschäft Video-on-Demand einsteigen. Nun ist während der UEFA Champions Leaque mit einem Werbespot von Sky die Bestätigung erfolgt, ungewöhnlich zwar und bestimmt nicht branchenüblich, aber erstmalig offiziell bestätigt:

Mit „Snap by Sky“ richtet der Sender nun einen tatsächlich einen VoD-Service ein, der ähnlich gestaltet sein soll wie die Angebote von Maxdome oder Watchever. Bereits am 12. Dezember 2013 soll Snap als Online-Videothek an den Start gehen – um sich als Marktführer zu etablieren und der US-amerikanischen Konkurrenz zuvor zu kommen.

Die genaue Ausgestaltung und die zu erwartenden Konditionen wurden allerdings noch nicht bekannt gegeben. Nach Meldungen des Branchendienstes Kontakter war der Name Skyflix in der Diskussion, in Anlehnung an den amerikanischen Marktführer, Netflix. Dieser, so wurde vermutet, will im nächsten Jahr nach Deutschland expandieren und mit bewährten Produkten den Markt unter Druck setzen, wie bereits seit Monaten immer wieder gemunkelt wurde.

Filme und Serien in der Pipeline

Da musste Sky aktiv werden und ein eigenes VoD-Segment auflegen, um sich von der Konkurrenz nicht aus dem Markt drängen zu lassen. Denn Maxdome und Lovefilm sind mit ähnlichen Diensten bereits seit längerem in deutschen Wohnzimmern präsent. Beim Rechte-Erwerb hat Sky allerdings bereits jetzt einen deutlichen Vorteil gegenüber den Mitbewerbern, denn seit Jahren kauft der Sender die Rechte für Serien und Filme der großen US-Studios im Paket ein, verbunden mit den Ausstrahlungsrechten für Pay-TV und für das Internet.

Noch keine Klarheit bei den Konditionen

Abonnenten von Sky sowie andere Interessierte haben im Internet auf der Homepage des Pay-TV Senders bisher allerdings nur die Möglichkeit, sich für einen Newsletter einzutragen, ohne genaueren Einblick in die Konditionen und Angebote des neuen Dienstes zu erhalten. Wie „Kontakter“ im vergangenen Oktober berichten konnte, soll das gesamte Filmangebot für eine Gebühr von acht bis zehn Euro pro Monat für Abonnenten zugänglich sein.

Mit Sky und Anytime bereits etabliert

Dabei hat Sky bereits zwei Dienste, die On-Demand-Inhalte anbieten. Sky Go stellt den Kunden ausgewählte Inhalte auf Abruf bereit, um mit mobilen Geräten wie Smartphone, Tablet oder Laptop darauf zugreifen zu können. Mit Sky Anytime können Sendungen und Filme angesehen werden, die der Nutzer bei der ursprünglichen Ausstrahlung verpasst hat. Mit Snap allerdings wären die etablierten VoD-Anbieter endgültig einer starken Konkurrenz ausgesetzt und das Angebot von Sky weiter komplettiert.

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