Spartipps für Selbständige

Klein- und Einzelunternehmer sind Buchhalter, Controller und Verwalter in Personalunion – um die Akquise und die Ausführung der Aufträge kümmern Sie sich auch noch. Die Kostenkontrolle rückt dabei schnell einmal in den Hintergrund.

Dabei gibt es zahlreiche, auch rasch umsetzbare Möglichkeiten, Geld zu sparen. Insbesondere Existenzgründer sollten, oder müssen sogar, sparsam wirtschaften.

Wie kann ich als Selbständiger Geld sparen?

„Kleinvieh macht auch Mist“ heißt es in einer Redensart. Und tatsächlich sparen Selbständige am meisten, wenn sie es schaffen, die monatlichen Fixkosten zu reduzieren. Gerade zu Beginn kann es mühsam sein, die vielen einzelnen Ausgabenposten zu prüfen. Dies erfordert einen bestimmten Aufwand.

Wer dann allerdings den günstigsten Stromanbieter gefunden hat, über die optimale Risikodeckung verfügt und sein Unternehmen effizient organisiert hat – der profitiert viele Jahre lang von der Ersparnis. Es ist also der Mühe wert, einzelne Posten zu überprüfen und zu optimieren.

  • Wie kann ich meine Betriebskosten minimieren?

Heizkosten sparen:Richtiges Lüften, also kurz und mehrmals pro Tag, statt stundenlangem Kippen, spart Heizkosten. Auch gut abgedichtete Fenster und Türen können bares Geld sparen. Im Fall der Fälle können diese auch selbst abgedichtet werden. Auf https://www.gruenderlexikon.de/lexikon/betriebskosten/ gibt es einen guten Überblick zu Arten von Betriebskosten.

  • Stromanbieter vergleichen bzw. Stromsparen
    Es ist mühevoll, sich durch den Anbieter-Dschungel zu kämpfen. Hier sind allerdings durchaus 50 Euro Ersparnis pro Jahr drin. Achten Sie beim Vergleich der Stromanbieter darauf, ob der Preis auch in den Folgejahren konstant bleibt (Achtung Lockangebote) und ob sie problemlos wechseln können, falls sie nicht zufrieden sind.
    Tipp: Alte Geräte gegen neue austauschen. Meist sind alte Kühlschränke wahre Stromfresser, langfristig rentiert sich der Wechsel.
  • Bei der Anschaffung von Geräten auf laufende Kosten achten (z.B. Drucker)
    Bereits bei der Anschaffung von Geräten sollte auf die Höhe der laufenden Kosten geachtet werden. Ein gutes Beispiel hierfür ist der Drucker. Die Geräte selbst kosten nicht viel, umso höher sind hingegen die laufenden Kosten für die Tintenpatronen. Setzen Sie auf moderne Eco-Drucker, die mit großvolumigen Farbtanks funktionieren, anstatt mit Patronen. Falls Sie bereits einen Drucker mit Kartuschen besitzen, lohnt es sich, Refill-Patronen einzusetzen. Hier sind bis zu 70 % Ersparnis im Vergleich zu den originalen Patronen drin! Was Refill Patronen ausmachet, erklärt der Anbieter TonerPartner.at hier im Detail: http://www.tonerpartner.at/refill-druckerpatronen/.
  • Wie finde ich die günstigsten Versicherungen, Konten und Mobiltelefon-Verträge?
    „Wer wechselt, der spart!“ Dies gilt für alle über Jahre laufenden Verträge, etwa für das Girokonto oder den Mobiltelefonvertrag. Lassen Sie sich alle zwei, drei Jahre von anderen Anbietern ein Angebot machen. Falls dieses günstiger ist, legen Sie das Angebot ihrem aktuellen Anbieter vor und fragen Sie ihn, ob er ihnen mit dem Preis entgegenkommt. Wenn nicht, ist ein Wechsel angesagt!
    Dasselbe gilt für Versicherungen. Hier ist allerdings Vorsicht geboten, da die Klauseln diverser Policen sehr komplex sein können. Wenden Sie sich am besten an einen Experten. Überprüfen Sie gemeinsam, ob der aktuelle Versicherungsschutz noch zu ihrer Lebenssituation passt und wo es noch Einsparmöglichkeiten gibt. Oft sind Risiken doppelt versichert, auch hier gilt es genau hinzusehen.
  • Wie kann ich die Organisation perfektionieren?
    Eine bewusste Arbeits- und Zeitplanung ist ein Zeichen von Professionalität. Ein durchdachter organisatorischer Rahmen ist die Grundlage für die bestmögliche Entfaltung der eigenen Kompetenzen. Und wer effizient und effektiv arbeitet, der – richtig – spart bares Geld. Die Organisation des Unternehmens sollte schon vor der Gründung ein Thema sein, nicht erst danach.
  • Vom Umgang mit der Zeit
    Wer allein arbeitet und evtl. auch noch im Home-Office, muss sich Gedanken über die Zeitplanung machen. Es sollte, neben der eigentlichen Arbeit, die erledigt werden muss, auch noch an die Organisation der Arbeit gedacht werden. Und hier spielt der Faktor Zeit eine wichtige Rolle.
    Wichtig ist, Anfang und Ende der Arbeitszeit konkret zu bestimmen und die Arbeitszeiten von anderen Tätigkeiten klar abzutrennen (also nicht zwischendurch das Bad putzen oder Blumen gießen). Idealerweise sollten die täglichen Arbeitszeiten fest geregelt sein: Also etwa acht Stunden pro Tag von 8.00 – 16.00 Uhr samt Pausen genau festlegen. Empfohlen werden Arbeitseinheiten zwischen 45 und 75 Minuten, je nach Tätigkeit.
    Das zeitliche Arbeitsvolumen sollte so geregelt sein, dass es eine zu bewältigende Herausforderung ist. Ein oder zwei Tage pro Woche sollte frei gemacht werden, auch der Feierabend sollte größtenteils eingehalten werden.
  • Realistisch Planen
    Organisation heißt planen. Wer erledigt welche Arbeitsschritte wann um welches Ziel zu erreichen? Idealerweise werden gleich mehrere Pläne gemacht:

1) Eine Übersichtsplanung mit den zu erreichenden Zielen bzw. samt Zeitaufwand und einzelnen Arbeitsschritten, die für die Fertigstellung eines Projektes nötig sind.
2) Ein Wochenplan, der die Aufgaben der Woche auf einzelne Tage verteilt. Auch die Arbeitszeiten und festen Termine sowie die sehr konkreten einzelnen Arbeitsziele sollten darin enthalten sein. Auch die Pausen, etwa Mittagspausen, sollten festgelegt werden. Der Plan kann täglich überprüft und fortlaufend revidiert werden. Viele Informationen und Tipps zum Thema Umgang mit der Zeit und Zeitmanagement gibt es auf http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/LERNTECHNIK/Zeitplanung.shtml kostenlos zum Nachlesen.

  • Tipp: Ein Plan ist kein starres Gebilde, aber ein Begleiter der Arbeit, der als Stütze dient. Unbedingt darauf achten, dass der Plan realistisch ist – dann kann er auch eingehalten werden.
  • Tipp: Ein schöner nostalgischer Kalender sieht toll aus. Im Vergleich zu den vielen praktischen Tools aus dem Netz ist er nicht sinnvoll. Nutzen Sie kostenlose Online-Kalender, auf die alle Mitarbeiter von allen Geräten aus zugreifen können. So ist jeder stets über Termine der anderen im Bilde.
  • Tipp: Besteht ein Unternehmen aus mehreren Mitarbeitern, kann ein Kommunikationsseminar durchaus sinnvoll sein. Der Informationsfluss und die Kommunikationskultur in einem Unternehmen sind die Basis, auf der die gesamte Organisation beruht.
  • Wie kann ich Arbeitszeit effektiv nutzen und meine Mitarbeiter motivieren?
    Egal ob allein oder mit mehreren Partnern: Ein gutes Betriebsklima sorgt für motivierte Mitarbeiter und diese sorgen wiederum für zufriedene Kunden und rasch erledigte Aufträge.
    Sparpotenzial gibt es also auch dort, wo es auf den ersten Blick vielleicht nicht ersichtlich ist.
  • Freundlicher und gesunder Arbeitsort
    Damit die Arbeit effizient von statten gehen kann, sollte das Büro möglichst freundlich eingerichtet sein: Grünpflanzen schaffen ein gutes Raumklima, eine gute Kaffee-Maschine samt kleiner Küche sind ein idealer Ort, um sich informell über Projekte auszutauschen. Auch eine Investition in die Arbeitsgesundheit ist sinnvoll – verstellbare Arbeitstische und gute Bürostühle lohnen sich langfristig.
  • Motivation durch Austausch und Einbindung
    Menschen sind motivierter, wenn sie für, mit oder neben anderen Menschen handeln. Dies gilt als eine generelle psychologische Disposition, die auf fast alle Personen zutrifft. Wer sich eingebunden fühlt, erledigt seine Aufgaben rascher. Für Einzelunternehmer ergibt sich daraus, dass es sinnvoll sein kann, sich in ein Co-Working-Space einzumieten. Wer auf andere Menschen, evtl. auch noch aus einer ähnlichen Sparte trifft, knüpft Kontakte und kann sich austauschen. In einem mittelständischen Unternehmen kann es sinnvoll sein, Arbeitsgruppen zu bilden.
  • Motivation durch eine offene Fehlerkultur
    Niemand ist perfekt – man selbst ist es nicht, die anderen sind es auch nicht. Versuchen Sie von Anfang an, eine offene Fehlerkultur in ihrem Unternehmen zu implementieren. Nicht nur gegenüber den Mitarbeitern (falls es welche gibt), sondern auch gegenüber den Kunden. Besprechen Sie mit den Geschäftspartnern, wo es warum hakt und was in Zukunft verbessert werden kann. Das ist sehr viel sinnvoller, als dieselben Fehler immer zu wiederholen, weil niemand darüber spricht und versucht wird, diese unter den Teppich zu kehren.
  • Aufgabenteilung und Delegation der Arbeit
    Viele Unternehmen starten als Ein- oder Zwei-Mann-Betrieb und wachsen mit der Zeit. Vergrößert sich ein Betrieb, dann sollten Aufgaben neu durchdacht werden. Wo liegen die Stärken, wo die Schwächen der einzelnen Mitarbeiter? Delegieren zu können ist eine Kunst und ungemein wichtig, um effizient zu arbeiten. Auch Verantwortlichkeiten sollten klar abgegrenzt sein.

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