Einkommensteuerrechner

Wenn das neue Jahr anbricht ist es in jedem Haushalt dasselbe, die Einkommenssteuer steht wieder vor der Tür und die dazugehörige Steuererklärung. Gerade wenn Sie sich noch nicht sicher sind, ob nicht vielleicht eine größere Nachzahlung vor der Tür steht, fällt es da recht schwer größere Anschaffungen zu tätigen, bevor Sie die Gewissheit haben.

Vielleicht aber hoffen Sie auch auf ein paar Euro, die Ihnen helfen können eine bestimmte Anschaffung zu tätigen, die Sie unbedingt benötigen oder sich einfach gönnen wollen. Die Möglichkeit schon vorweg einen kleinen Blick in die Zukunft zu werfen, bieten sogenannte Einkommensteuerrechner. Mit Hilfe eines solchen Rechners ist es möglich sich die Einkommensteuer schon vorab berechnen zu lassen, so dass es keine größeren Überraschungen mehr geben sollte, wenn die Antwort vom Finanzamt kommt.

Diese Rechner sind dabei immer gleich aufgebaut und basieren auf den gleichen Angaben, die Sie auch bei der Einkommensteuererklärung gemacht werden müssen.

Einen recht einfach aufgebauten Rechner finden Sie zum Beispiel auf http://www.rechtsfreund.at/berechnungen/einkommensteuerrechner.htm.

Hier können Sie direkt alle wichtigen Daten in das dafür vorgesehene Formular eintragen. Als erstes wählen Sie das Jahr und die Berechnungsbasis, hier bietet sich die Auswahl „Einkünfte“ als Basis an.
Im nächsten Absatz geben Sie ihre Einkünfte an, die sie im Jahr, welches als Grundlage für die Berechnung dient (Berechnungsjahr), erwirtschaftet haben.

Hier sind wie bei der eigentlichen Steuererklärung alle Einkünfte anzugeben, egal wo diese angefallen sind. Bei Fragen zu den Einkünften können Sie bequem die Details aufrufen, so dass Sie nocheinmal aufgeschlüsselt angezeigt bekommen, welche Einkünfte unter diesen Punkt zusammenzufassen sind. Ähnlich verhält es sich, bei den weiteren Unterpunkten Werbungskosten, Sonderausgaben, aussergewöhnliche Belastungen und Vorauszahlungen.

Diese Unterpunkte können jeweils durch das Aufrufen der Details in ihre einzelnen Unterpunkte aufgespalten werden. Es ist dabei wichtig, dass Sie auch hier alle Angaben so machen, wie Sie sie auch in der Einkommensteuererklärung machen würde, damit der Rechner Ihre theoretische Steuerschuld oder Steuerrückzahlung möglichst korrekt ausweisen kann.

Das besondere und sehr angenehme bei diesem Rechner ist dabei, dass die Steuer mit jeder neuen Angabe sofort neu berechnet wird und Ihnen dabei immer genau angezeigt wird, wie hoch die Summe der einkommensteuerpflichtigen Einkünfte ist, welche Einkommensteuerlast sich daraus ergibt, beziehungsweise mit was für einer Rückzahlung Sie rechnen können.

Einen weiteren Rechner finden Sie auf http://www.profidelis.at/buchhaltung/bilanzierung/kostenrechnung/controlling/personalverrechnung/service/info/info.php?rcat=est&kicat=9&navcat=9&. Der Rechner ist dabei auf den ersten Blick etwas umfangreicher gestaltet, orientiert sich dadurch aber auch noch genauer an der eigentlichen Steuererklärung, bei welcher Sie ja auch eine Reihe von Angaben machen müssen, die bei dem obigen Rechner nur bedingt unter dem Punkt „Absetzbeträge und Kinderfreibetrag“ beachtet werden.

Wieder müssen Sie zu Beginn das Jahr für die Berechnung auswählen, allerdings ist diese Angabe hier direkt um einige Informationen zu ergänzen. Als erstes müssen Sie die höhe der Einkommensteuervorauszahlung, also dem Betrag den Sie ohnehin ständig als Abschlag auf Ihren Lohn bezahlen und welcher sich in Abhängigkeit von Ihrer wahrscheinlichen Jahresendsteuerhöhe berechnet eintragen.

Danach sind weiter Punkte gefragt, so zum Beispiel ob Sie Alleinverdiener sind und ob für Sie eine Sonderausgabenerhöhung gilt, die ab 3 Kindern in Kraft tritt. Neben der Anzahl der Kinder für die Sie mehr als 7 Monate Unterhaltsbeihilfe bezogen haben, müssen Sie noch angeben, wie alt jedes einzelne Kind ist. Die Einkünfte werden diesmal im Gegensatz zu dem ersten Beispiel direkt in 3 Unterpunkte unterteilt, so dass Sie nur die Felder ausfüllen, in denen Sie auch Geld durch Arbeit eingenommen haben.

Für das ausfüllen der nichtselbständigen Einkünfte benötigen Sie ihren Lohnzettel (L16) und tragen anhand dieses Zettels einfach alle Werte in die davor vorgesehenen Spalten ein.

Zudem müssen Sie unter dem Punkt „Sonstige Einkünfte“ alle weiteren Einkünfte angeben, die Sie im betrachteten Kalenderjahr erwirtschaftet haben. Hierunter fallen auch Einkünfte die Sie aus der Vermietung von Wohnungen oder Flächen, sowie deren Verpachtung angefallen sind. Alle Einkünfte sind dabei in die dafür vorgesehenen Spalten einzutragen.

Die beiden Unterpunkte „Sonderausgaben“ und „Aussergewöhnliche Belastungen“ sind dabei nicht zu vernachlässigen, denn diese Punkte mindern die Steuerschuld zu Ihren gunsten. So sollten Sie auch hier möglichst genau die Werte eingeben, die Sie auch auf die Einkommensteuererklärung eintragen würden, damit Sie nicht eine viel zu hohe Steuernachzahlung angezeigt bekommen und sich so unnötig Sorgen machen müssen.

Haben Sie alle Werte in die dafür vorgesehenen Spalten eingetragen, klicken Sie einfach auf berechnen und bekommen in sekundenschnelle das Ergebnis in auführlicher Tabellenform angezeigt. Hier können Sie noch einmal sehr schön vergleichen, ob Sie alle Angaben korrekt gemacht haben und wie sich die einzelnen Werte auf den Steuerbetrag auswirken. Ganz unten wird Ihnen angezeigt ob Sie eine Rückzahlung zu erwarten haben oder ob Sie dem Finanzamt noch etwas schuldig sind. Was sehr schön ist, ist das Ihnen direkt für die nächsten beiden Kalenderjahre angezeigt wird, wie hoch Ihre Vorauszahlungsleistung angesetzt wird. Hierdurch sehen Sie auch für die nächsten Jahre schon, wieviel Geld Ihnen im Monat abgezogen werden wird.

Ein Einkommensteuerrechner bietet Ihnen also eine gute Möglichkeit, sich vor der Abgabe der Steuererklärung schoneinmal einen Überblick über die zu erwartende Steuerschuld zu verschaffen.