Tagesgeldkonto kündigen – Ein Ratgeber zum Kontowechsel

Die Geldanlage bei einer Bank spielt in der heutigen Zeit eine wichtige Rolle. Vor allem die aktuell vorherrschende Niedrigzinsphase bewegt viele Verbraucher dazu, sich Gedanken über das eigene Kapital zu machen. Wie können Sie Ihr Vermögen mehren? Wo gibt es die größtmögliche Absicherung? Welche Risiken gibt es?

Tagesgeld und Festgeld sind bei vielen Verbrauchern deshalb so beliebt, da eine hohe Sicherheit geboten wird. Tagesgeld bietet tägliche Verfügbarkeit und akzeptable Zinssätze, Festgeld sehr gute Zinssätze, aber eine längerfristige Bindung.

Doch was passiert, wenn Sie das Verhältnis bzw. das Tagesgeld Konto bei einer Bank kündigen wollen? Wir gehen zuerst darauf ein, welche Gründe eine Kündigung nach sich ziehen sollten, ehe die Prozedur erklärt wird. Wen es nur darum geht, bessere Konditionen zu erhalten, können auch mehrere Tagesgeldkonten paralell geführt werden.

Ratgeber Reihe zum Thema Tagesgeld

1) Einführung zur Tagesgeldanlage
2) Sicherheit beim Tagesgeld
3) Ratgeber zum Kontowechsel
4) Tagesgeldkonto wechseln – Worauf achten?

Warum sollten Sie das Tagesgeldkonto kündigen?

Sie haben viel Zeit investiert, um eine Bank zu finden, die Tagesgeld zu lukrativen Konditionen bietet. Zumindest sollte dies der Fall sein. Haben Sie jedoch blind der Werbung vertraut und sind nun zu der Feststellung gekommen, dass die Konditionen nicht derart attraktiv sind, dann ist eine Kündigung gewiss ein richtiger Schritt.

Empfehlung: Durch einen Kontowechsel höhere Rendite sichern

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Tipp: Sonderangebote beim Tagesgeld genau vergleichen

Das größte Problem bei einem Tagesgeldkonto ist jedoch, dass die Verbraucher oftmals die Fallen und versteckten Kosten übersehen. Wie Sie bereits wissen, befinden wir uns aktuell in einer Niedrigzinsphase. Der Leitzins der EZB ist auf einem Rekordtief von 0,25 Prozent. Auf diesen Wert wurde der Leitzins im November 2013 versetzt.

Eine Besserung ist nicht in Sicht. Im Gegenteil, Experten sind der Meinung, dass die Zinssätze 2014 noch weiter gesenkt werden könnten. Im direkten Zusammenhang damit stehen das Tagesgeld und auch sonstige Sparzinsen. Das heißt, dass die Bank versucht Kunden mit aller Macht zu akquirieren. Wenn Sie sich einen Überblick verschaffen, wie viele Filialbanken und Direktbanken in Konkurrenz stehen, dann wundert es nicht mehr, dass der Druck derart groß ist.

Welche Fallen und versteckten Kosten gibt es beim Tagesgeldkonto?

Die Banken sind an dieser Stelle sehr kreativ. Im Endeffekt geht es darum, dass die Zinssätze gepuscht werden. Wenn Sie als unwissender Verbraucher einen Vergleich anstellen, achten Sie einzig auf die Zinssätze. Manche Verbraucher begutachten zusätzlich die Einlagensicherung der Bank.

Wichtig: Vorsicht bei Kombi-Produkten

Dieser Ratgeber soll Sie jedoch darauf hinweisen, dass es haufenweise versteckte Kosten geben kann. Das beliebteste Beispiel ist der verpflichtende Abschluss eines Girokontos. Inzwischen ist es so, dass ein Girokonto auch kostenlos zu führen ist. Nun gibt es aber Banken, die Ihnen sehr attraktive Zinssätze für Ihr Tagesgeldkonto anbieten.

Im Gegenzug müssen Sie bei dieser Bank ein Girokonto eröffnen. An und für sich gibt es daran nichts auszusetzen. Problematisch ist jedoch, dass einige Kreditinstitute Gebühren für das Girokonto erheben. Wenn Sie nun die vermeintlich attraktiven Zinsen mit den Kontoführungsgebühren der Bank gegenrechnen, werden Sie rapide feststellen müssen, dass Sie einem Angebot auf den Leim gegangen sind. In diesem Fall raten wir zu einer Auflösung.

Gute Zinsen nur bei hohen Mindesteinlagen

Voraussetzungen für Mindest-Einlagen beachten!

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Eine weitere Möglichkeit ist die sogenannte Mindesteinlage. Das heißt, dass die versprochenen Zinsen nur dann Gültigkeit besitzen, wenn Sie eine bestimmte Summe auf das Tagesgeldkonto einzahlen. Auch diese Einschränkung sehen wir nicht als vorteilhaft an. Die Summen für eine Mindesteinlage beginnen bei 5.000 Euro und gehen bis zu 50.000 Euro und mehr. Für den kleinen Anleger ist diese Regelung wahrlich nicht von Vorteil.

Wenn Sie unter der Mindesteinlage bleiben, so erhalten Sie die gängigen und nicht sehr attraktiven Zinssätze. Auch auf einen dritten Sachverhalt wollen wir Sie hinweisen. Die sogenannten Neukundenrabatte. Tagesgeldkonten brillieren aktuell nicht durch gute Konditionen. Banken sind stets bemüht neue Kunden gewinnen zu können.

Dies gelingt unter anderem dadurch, dass attraktive Einstiegsangebote offeriert werden. Diese versprechen hohe Zinsen und gute Konditionen. Allerdings gehen oftmals auch Bestandskunden davon aus, dass diese Konditionen Gültigkeit besitzen. Achten Sie bei einem Vergleich jederzeit darauf, ob die jeweiligen Zinssätze sowohl für Neukunden als auch Bestandskunden gelten.

Darauf müssen Sie achten bei Tagesgeld-Angeboten

  • Gehen Sie auf keine Angebote mit kostenpflichtigem Girokonto ein.
  • Vermeiden Sie Tagesgeld mit Mindesteinlage.
  • Checken Sie Angebote darauf, ob Sie sowohl für Neukunden als auch Bestandskunden gelten.

Wie nehmen Sie die Kündigung für das Tagesgeldkonto vor?

Wichtig: Kündigung vor Ort bestätigen lassen oder schriftlich einreichen!

Sollten Sie nun einen gewichtigen Grund gefunden haben, Ihr Tagesgeld bei einer Bank zu kündigen, erklären wir Ihnen in diesem Ratgeber nun, wie Sie vorgehen sollten. Zu Anfang können wir Sie beruhigen. Der Aufwand und die Prozedur sind relativ simpel und einfach zu bewerkstelligen.

Geht es um Kündigungen, so fragen sich viele Verbraucher, welche Fristen einzuhalten sind. Das Tagesgeld ist eine sehr flexible Form der Geldanlage. Das heißt unter anderem auch, dass keine Fristen vorherrschen. Sie können das Verhältnis zwischen der Bank und Ihnen zu jeder Zeit auflösen.

Dennoch gibt es einige Dinge zu beachten. Angefangen beim Freistellungsauftrag. Diesen müssen Sie unbedingt kündigen oder zumindest auf null setzen. Der zweite wichtige Punkt ist das Referenzkonto. Zumeist befindet sich auf Ihrem Tagesgeldkonto noch ein Guthaben bei der Bank.

Dieses Guthaben sollte auf ein sogenanntes Referenzkonto überwiesen werden, welches ebenfalls in der Kündigung anzugeben ist. Dabei müssen Sie jedoch beachten, dass Sie auch die ausstehenden Zinsbeträge erwähnen, die bis zum Zeitpunkt der Kündigung fällig werden.

Im Endeffekt hat sich die Auflösung damit bereits erledigt. Gültigkeit besitzt die Auflösung jedoch erst dann, wenn Sie eine schriftliche Bestätigung der Bank erhalten. In diesem Schreiben werden Sie außerdem darüber aufgeklärt, ob noch weitere Schritte vonnöten sind.

Gibt es Kündigungsvorlagen?

Wenn Sie nun ein wenig überfordert sein sollten, können wir Sie ebenfalls beruhigen. Sie müssen nun keine kreative Leistung aufbringen und ein Schreiben für die Bank aufsetzen. Wir empfehlen Ihnen dazu die Suche im Internet.

Einige Kreditinstitute bieten Ihnen sogar Vorlagen für eine Auflösung an. Sie werden schnell und effizient ein verwertbares Schreiben finden. Sie müssen anschließend nur noch Ihre persönlichen Daten eintragen und auf Richtigkeit überprüfen.

So funktioniert die Kündigung bei Ihrer Bank spielend einfach:

  • Schreiben aufsetzen (Vorlage aus dem Internet beziehen).
  • Freistellungsauftrag auflösen.
  • Referenz Konto bekannt geben.
  • Ausstehender Betrag inklusive noch fälliger Zinsen angeben.

Was passiert nach der Auflösung eines Kontos?

Wir empfehlen Ihnen an dieser Stelle ein neues Tagesgeldkonto bei einer anderen Bank in Angriff zu nehmen. Dabei ist es jedoch wichtig, dass Sie einen Vergleich der Tagesgeld-Zinsen anstreben. Somit können Sie im Vorhinein viele Aspekte und Bereiche abklären, die sonst eine Auflösung zur Folge gehabt hätten.

Wir haben Sie darüber in diesem Artikel bereits aufgeklärt. Vergleiche können Sie spielend einfach über verschiedene Plattformen im Internet vornehmen. Achten Sie dabei nicht einzig auf die Zinssätze und lassen Sie sich von zu lukrativ klingenden Angeboten nicht blenden.

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