Tagesgeldkonto wechseln – Spielend einfach bei Ihrer Bank kündigen

Vertragsverhältnisse sind mitunter ein lästiger Umstand. Sie sind an einen gewissen Partner gebunden und müssen bestimmte Fristen einhalten. Oftmals passiert es, dass diese Fristen verschlafen werden und die Bindung wird um einen weiteren Zyklus aufrechterhalten.

Doch wie gestaltet sich der Sachverhalt beim Tagesgeld? Müssen ebenfalls Fristen eingehalten werden? Was müssen Sie unternehmen, wenn Sie wechseln wollen? In diesem Ratgeber aus der Reihe Tagesgeld werden wir Sie darüber aufklären.

Ratgeber Reihe zum Thema Tagesgeld

1) Einführung zur Tagesgeldanlage
2) Sicherheit beim Tagesgeld
3) Ratgeber zum Kontowechsel
4) Tagesgeldkonto wechseln – Worauf achten?

Wann macht ein Wechsel von Tagesgeldkonten überhaupt Sinn?

Bevor Sie überhaupt eine Umstellung anstreben, müssen Sie sich der Gründe bewusst werden. Das Wechseln von einem Tagesgeldkonto ist stets mit Aufwand verbunden und Zeit ist bekanntlich Geld. Ist es also die Mühe wert? Beim Tagesgeld kann diese Frage eigentlich prinzipiell mit einem Ja beantwortet werden.

Wir verdeutlichen dies mit einer Gegenüberstellung zum Festgeld. Wenn Sie eine Anlage über das Festgeld anstreben, so sind Sie auf höhere Zinssätze und weniger Flexibilität aus. Sie können sich damit abfinden, dass Sie über einen gewissen Zeitraum keine Verfügungsgewalt über Ihr Geld haben.

Wechsel zum Erhalt besserer Konditionen nutzen

Wechsel zum Erhalt besserer Konditionen nutzen 

Des Weiteren kommen Verwaltungsgebühren und Stornogebühren hinzu. Das bedeutet im Endeffekt, dass Sie ein Verlustgeschäft eingegangen sind, vor allem dann, wenn zusätzlich die Inflation berücksichtigt wird. Bedingt durch diese Einschränkungen greifen Verbraucher in Zeiten schwankender und schwacher Zinssätze gerne auf ein Tagesgeldkonto zurück.

Ist die Auflösung eines Tagesgeldkontos unkomplizierter?

Diese Frage kann mit einem klaren Ja beantwortet werden. Sie haben beim Kündigen vom Tagesgeldkonto überhaupt keine Fristen einzuhalten. Wir haben bereits in einem anderen Ratgeber dieser Reihe darüber berichtet, wie eine Auflösung vorgenommen werden sollte.

Was müssen Sie für die Umstellung von einem Tagesgeldkonto unternehmen?

Wenn Sie das Tagesgeld Konto wechseln wollen, so stellen wir zu Anfang klar, dass erst ein neues Konto gefunden werden muss. Das geschieht über einen Vergleich. Das Vergleichen der Anbieter kann heute spielend einfach über das Internet vorgenommen werden. Dieserorts finden sich viele unterschiedliche Portale, die Ihnen bereitwillig ihre Dienstleistungen anbieten.

Sie können dabei auch auf regionale Vergleiche in Österreich zurückgreifen. Das macht vor allem dann Sinn, wenn die Sicherheit bzw. die Einlagensicherung Ihnen ein hohes Anliegen ist. In Österreich beispielsweise geht die Einlagensicherung über die obligatorischen 100.000 Euro hinaus.

sparkonto-worauf-achten

Wichtig: Tagesgeldkonten bieten bessere Konditionen als Sparbücher

Lassen Sie sich an dieser Stelle nicht von schwindelerregend hohen Zinsen blenden. Oftmals handelt es sich um Banken, die nicht in der EU Ihren Sitz haben und somit nicht mit einer derartigen Absicherung punkten können.

Das Vergleichen ist auch deshalb wichtig, um feststellen zu können, ob Ihr aktuelles Konto auch eine Kündigung nach sich ziehen muss. Im Endeffekt geht es darum, dass Sie Prioritäten setzen. Ist Ihnen die Sicherheit wichtiger? Oder wollen Sie doch lieber von hohen Zinssätzen zehren?

Kurz und bündig – Wie führe ich einen Kontowechsel durch?

  • Tagesgeldkonten lassen sich bei jeder Bank spielend einfach kündigen.
  • Vor dem Wechsel kommt der Vergleich.
  • Setzen Sie beim Tagesgeld Prioritäten!

Wie funktioniert die Umstellung?

Nachdem Sie nun verschiedene Anbieter und Banken verglichen haben, kommt der nächste Schritt. Sie eröffnen ein neues Konto für Ihr Tagesgeld. Hierbei wollen wir Ihnen noch zwei Anregungen mit auf den Weg geben.

Bei der Auflösung Ihres alten Kontos müssen Sie den Freistellungsauftrag angeben. Freistellungsauftrag bedeutet, dass das Geld, das durch die Anlage generiert wird, von der Kapitalertragssteuer freigestellt wird. Des Weiteren müssen Sie ein sogenanntes Referenzkonto angeben. Dieses soll dazu dienen, um das Guthaben, das auf Ihrem alten Tagesgeldkonto vorhanden ist, auf ein anderes Bankkonto zu transferieren.

Viele Verbraucher nutzen hierfür das Girokonto. Doch ist das Girokonto wirklich die beste Lösung? Nicht unbedingt. Wenn Sie bereits ein neues Tagesgeldkonto bei einer anderen Bank eröffnet haben, könnten Sie dieses als Referenzkonto angeben und das Guthaben darauf transferieren.

Somit fallen die Zinsen nicht aus und Sie maximieren die Rendite. Die Eröffnung für das Tagesgeld läuft dabei ähnlich simpel ab wie die Auflösung. Wenn Sie beispielsweise eine Direktbank anstreben, können Sie die Prozedur online vornehmen. Die erforderlichen Unterlagen erhalten Sie per Post, wobei Sie sich bei der Zustellung entsprechend ausweisen müssen.

Wie profitieren Sie vom Neukundenrabatt?

Tipp: Bonus für Konto-Eröffnungen sichern!

Tipp: Bonus für Konto-Eröffnungen sichern!

Viele Angebote für das Tagesgeld, die attraktive Zinssätze versprechen, gelten nur für Neukunden. Bei einem Wechsel sind Sie in der glückliche Lage, davon endlich Profit schlagen zu können. In diesem Fall empfehlen wir Ihnen sogar, gezielt nach solchen Angeboten für das Tagesgeld zu suchen.

Höhere Zinsen versprechen eine bessere Rendite. Außerdem bieten einige Banken eine sogenannte Zinsbindung für das Tagesgeldkonto an. Normalerweise herrscht dies beim Tagesgeld nicht vor. Theoretisch könnte sich der Zinssatz stündlich ändern.

In der aktuellen Niedrigzinsphase geht es vor allem darum Neukunden zu gewinnen und zu binden. Mit einem lukrativen Zinssatz, der außerdem für sechs Monate gewährt wird, ist dies bei einem Tagesgeldkonto freilich möglich.

Wir raten Ihnen deshalb dazu, da Experten und Analysten davon ausgehen, dass die Zinslage sich in den nächsten Monaten nicht merklich bessern wird. Das Gegenteil könnte sogar der Fall sein. Sollte die Konjunktur in der EU weiterhin schwach bleiben, droht eine weitere Senkung des Leitzinses seitens der EZB. Das wiederum würde dazu führen, dass die Sparzinsen auf Tagesgeld, Festgeld und Sparbuch noch weiter gesenkt werden würden.

Welche Bank darf es sein? Direktbank oder Filialbank?

Wenn Sie sich beim Wechseln noch unsicher sein sollten, welche Angebote die Richtigen sind, dann können Sie eine zusätzliche Differenzierung vornehmen. Die Angebotsvielfalt lässt sich in Direktbanken und Filialbanken unterteilen.

Direktbanken werden inzwischen auch als Internetbanken bezeichnet. Sie verfügen über keine aufwendige Filialstruktur und beschäftigten weitaus weniger Mitarbeiter. Die angebotenen Produkte sind jedoch dieselben. Das hat bessere Konditionen zur Konsequenz. Die Filialbank hingegen verfügt über ein breites Filialnetz, wie der Name bereits verrät.

finanzielles-angebot

Alternative: In der Filialbank beraten lassen

Sie können dabei auf einen persönlichen Service zurückgreifen. Bei Ihrer Hausbank erhalten Sie beispielsweise personalisierte Angebote, etwa für eine Baufinanzierung.

Eine Direktbank kann Ihnen das nicht bieten. Wenn Sie also über ausreichend Know-how verfügen und auf persönliche Betreuung verzichten können, dann ist die Direktbank für Ihr Tagegeldkonto mit den besten Konditionen der richtige Ansprechpartner. Wenn Sie eine Filiale vor Ort wünschen und personalisierte Angebote für Ihr Tagesgeld präferieren, dann ist die Filialbank ein guter Partner.

Zusammengefasst – Wahl der Banken

  • Der Wechsel selbst ist sehr einfach.
  • Richten Sie ein Referenzkonto ein.
  • Wägen Sie zwischen Direktbank und Filialbank ab.
  • Steigern Sie Ihre Rendite dank höheren Zinsen!

Deine Meinung ist uns wichtig

*