Hundeversicherung

Der Hund ist der treueste Freund des Menschen. Darum nimmt die Zahl der Hundehalter auch in Österreich ständig zu. Dennoch ist ein Hund ein Tier mit Instinkten, die nicht immer bis ins letzte Detail zu berechnen sind. Nicht jede Reaktion eines Hundes ist voraussehbar. Aus Angst oder im unbesonnenen, übermütigen Spiel kann auch der zahmste Hund mal zuschnappen.

AGILA Hundeversicherung

Doch es muss gar nicht ein Biss sein, der einen Hund zum Verursacher eines Unfalls macht. Der Hund kann einmal auf eine Straße laufen, über die lang ausgerollte Leine kann ein Mensch fallen, ein Radfahrer kann stürzen.

In der Folge solcher Unfälle kann es zu enorm hohen Forderungen betreffs der Sach- und Personenschäden kommen. Ebenso kann der Hund fremdes Eigentum beschädigen. Das geschieht schon einmal leicht bei einem Besuch oder wenn man sich mit dem Hund dort aufhält, wo viele Menschen sind.

Der Hund kennt keinen Eigentumsschutz. Besonders ein junger Hund kann schon einmal eine fremde Tasche oder andere Dinge für ein großartiges Spielzeug halten.

Um nicht durch den geliebten Vierbeiner eines Tages in die Schuldenfalle zu laufen, weil Unfallkosten oder Schadensersatz ins Unendliche laufen, ist eine Hundehaftpflichtversicherung unabdingbar wichtig. Sie sollte auch für die kleinsten Hunde abgeschlossen werden, denn jedes Tier kann einmal einen Unfall oder einen Schaden verursachen. In Anbetracht der hohen Kosten, die auflaufen können, wenn der Hund beispielsweise zum Verursacher eines Autounfalls oder sonstigen Unfällen mit erheblichen Personenschäden und Sachschäden wird, sollte bei einer Hundeversicherung auf eine hohe Deckungssumme geachtet werden.

In der Regel sollte die Deckung bei mindestens 1,5 Mio., besser bei 5 Mio. Euro liegen. Hundehalterhaftpflichtversicherungen können mit und ohne Selbstbeteiligung abgeschlossen werden. Der jährlich oder monatlich zu zahlende Versicherungsbeitrag ist in der Regel niedriger, wenn eine Selbstbeteiligung bis zu einer bestimmten Summe vereinbart wird. Eine solche Selbstbeteiligung kann zwischen 100 und 500 Euro schwanken. Das heißt, dass der Hundehalter im Schadensfall Beträge innerhalb dieser Summe selbst trägt.

Viele Versicherungen staffeln die Höhe der zu zahlenden Beiträge nach der Dauer, für die die Versicherung abgeschlossen wird. Bei Abschlüssen mit 10 Jahren Laufzeit ist die monatliche Zahlung entsprechend geringer. Allerdings weiß niemand, ob der Hund dieses Alter erreichen wird.

Viele Rassehunde habe eine niedrigere Lebenserwartung. Der Mittelwert eines Abschlusses für 5 Jahre ist da realistischer. Besonderheiten der Versicherung sind immer zu beachten, wenn der Hund zu den so genannten Kampfhunden gehört. Ungeachtet dessen, ob er ein sehr sanftes und friedliches Tier ist, wird ein solcher Hund von vielen Versicherungen nur zu viel höheren Versicherungssummen oder gar nicht angenommen.

Zu empfehlen ist in diesem Fall, im Versicherungsvergleich gleich nach einer Versicherung zu suchen, die alle Rassen einschließt. Dort gibt es in den meisten Fällen auch keine höheren Beiträge für bestimmte Rassen. Ebenso sollte bei einem Versicherungsabschluss ins Auge gefasst werden, ob man sich mit dem Hund häufig im Ausland aufhalten wird. Viele Versicherungen bieten hier für bestimmte Zeiten die Einbeziehung von Auslandsaufenthalten an.

Der Versicherungsvergleich auf entsprechenden Internetportalen sollte in jedem Fall zu Rate gezogen werden. Die Summen, die für Hundeversicherungen zu zahlen sind, klaffen sehr weit auseinander, teils sogar bei sehr ähnlichen und ausreichenden Leistungen. So reichen die Versicherungssummen für eine Hundeversicherung von 25 Euro bis zu über 100 Euro im Jahr. Gute Durchschnittswerte günstiger Versicherer in Österreich liegen um die 50 Euro Jahresbeitrag.

Es gilt nicht nur auf die zu zahlenden Versicherungsbeiträge, sondern auch auf die angebotenen Leistungen der jeweiligen Versicherungen zu sehen. In der Hundehaftpflichtversicherung inbegriffen sollten über die Absicherungen von Personen- und Sachschäden hinaus, auf jeden Fall auch Vermögensschäden, Schäden an Mietsachen, bestehender Versicherungsschutz beim Führen des Hundes ohne Leine sein. Bei einer Hündin, die werfen soll, sollten Welpen bis zum Alter von drei Monaten mitversichert sein.

Ebenso sollte der Versicherungsschutz auf dritte Personen, die den Hund führen, auszuweiten sein. Auch, wenn es nicht vorgesehen ist, kann es durch Krankheit, Abwesenheit immer einmal vorkommen, dass ein Hund durch andere Personen ausgeführt wird. Soll der Hund eine Hundeschule besuchen, dann muss auf jeden Fall beachtet werden, dass die Versicherung auch dort greift.

Natürlich muss beim Versicherungsabschluss einer Hundeversicherung realistisch vorgegangen werden. Ein kleiner Hund, der sich wenig im Freilauf ohne Leine bewegt, bei dem abzusehen ist, dass er ständig beaufsichtigt und sehr nahe beim Menschen gehalten wird, benötigt weniger große Versicherungsleistungen, als beispielsweise ein großer, starker Hund.

Letzterer wird sehr viel Auslauf als freien Auslauf ohne Leine benötigen, mit ihm werden viel längere Wege gemacht und die Unfallgefahr ist denkbar größer. Man kann sich auch bereits beim Züchter über sinnvolle Versicherungen kundig machen, ebenfalls bei anderen Hundebesitzern und dann noch einmal den Online-Vergleich anhand dieser Tipps folgen lassen. Sollte der Hund versterben, muss die Versicherung sofort benachrichtigt werden, da rückwirkend Zahlungen nicht ausgesetzt werden können.

Doch der Hund kann natürlich nicht nur Schäden verursachen, sondern selbst dabei auch erhebliche Verletzungen davontragen. Es gibt Versicherungen, die ohne erhebliche Verteuerung die Kosten für eine solche Operation einschließen.