Katzenversicherung

Krankenversicherung für Katzen

Für die meisten Menschen ist ihre Katze mehr als nur ein Haustier. Sie ist ein Familienmitglied, und genau so wird sich um das gesundheitliche Wohl des geliebten Tieres gesorgt. Denn obwohl Katzen robuste Tiere sind, kann es zu Unfällen oder Krankheiten kommen, die sich nicht vermeiden lassen. Durch notwendige Behandlungen und Operationen kommen dann nicht unerhebliche Kosten auf den Katzenhalter zu. Vor allem Katzenbesitzer aus der sozial schwächeren Schicht können sich eine aufwändige Behandlung selten leisten.

Eine Katzenkrankenversicherung kann daher eine gute Lösung sein, um nicht auf hohen Tierarztkosten sitzen zu bleiben. Selbst Vorsorgemaßnahmen, wie zum Beispiel Impfungen oder Wurmkuren, werden von verschiedenen Anbietern übernommen.

Welche Varianten gibt es

Es gibt zwei Möglichkeiten im ärztlichen Versorgungsbereich, um seine Katze abzusichern. Zum einen gibt es die Katzen-Krankenversicherung, die praktisch alles abdeckt, von der Vorsorge hin bis zu Operationen und stationären Aufenthalten. Zum anderen es gibt die Katzen-OP-Versicherung, die sich ausschließlich auf Operationskosten beschränkt.

Leider gibt es nur wenige Versicherer, die Katzen in ihr Programm aufgenommen haben. Jedoch sind die Unterschiede teilweise erheblich. Bevor man sich für einen Anbieter entscheidet, sollte man vorher einiges beachten.

Welche Kriterien sollten vorher überlegt werden

Vor einem Abschluss sollte natürlich der Preisvergleich stehen. Informationsmaterial dazu findet man oftmals im Wartezimmer der Tierärzte und im Zoohandel. Auch im Internet wird man schnell fündig. Eine einfache Katzen-Operations-Versicherung gibt es ab 5 Euro, der Beitrag für eine Krankenversicherung für die Katze geht ab 14 Euro los.

Das Eintrittsalter der Katze spielt eine große Rolle. Ein Jungtier wird günstiger versichert als eine ältere Katze, denn im Normalfall beginnen die kostenintensiveren Behandlungen erst im höheren Alter. Bei den meisten Anbietern erhöht sich der Beitrag mit zunehmendem Alter. Erreicht ein Tier ein höheres Alter (meist ab 5 Jahre), reduziert sich der Erstattungsbetrag auf bis zu 80% oder eine Selbstbeteiligung wird fällig.

Je nach Anbieter gibt es auch Unterschiede zwischen reiner Wohnungshaltung oder Freigängern, selbst bestimmte Rassen können nur mit einem Zuschlag versichert werden.

Die Wartezeit schwankt erheblich, von einem bis zu drei Monaten vom beantragten Versicherungsbeginn, ganz gleich, ob man eine reine Operations-Versicherung abschließt oder eine Katzen-Krankenversicherung. Behandlung von Unfallfolgen sind von der Wartezeit ausgenommen, bei manchen Anbietern auch Impfungen oder Vorsorgeuntersuchungen.

Die Begrenzung der Kostenübernahme ist ebenfalls ein wichtiges Kriterium. In der Katzen-Krankenversicherung schwanken sie zwischen 300 bis 3000 Euro, für Operationen ab 400 Euro. Es gibt auch Versicherungen, die keine Erstattungsgrenze haben. In der Operations-Versicherung gelten Höchstbeträge von 1500 Euro bis hin zu unbegrenzter Übernahme. Behandlungen aufgrund von Unfällen sind davon ausgenommen.

Bei manchen Anbietern erhöht sich die Erstattungsgrenze jährlich, wenn im vorangegangenen Jahr keine Leistung in Anspruch genommen wurde. Selbstbeteiligungen, vor allem in der Katzen-Krankenversicherung, sind ebenfalls üblich, werden aber nicht von jedem Anbieter gefordert.

Tierärzte richten sich nach einer Gebührenordnung, sie dürfen aber für jede Behandlung den zwei- oder dreifachen Gebührensatz berechnen. Je nach Versicherer wird auch dieses abgedeckt.

Teilweise wird die Grundversorgung, wie Impfungen, Wurmkuren oder Flohmittel, ausgeschlossen oder nur bis zu einem gewissen Betrag abgedeckt, der zwischen 40 bis 100 Euro pro Jahr liegt. Arzneimittel und Kosten für Röntgen- und Laboruntersuchungen sind bei der Katzen-Krankenversicherung dabei, während dies bei der Operationsversicherung nicht immer der Fall ist.

Alternative Heilmethoden, zum Beispiel Homöopathie oder Physiotherapie, werden von manchen Versicherungsgesellschaften übernommen.

Der Aufenthalt in einer Tierklinik ist in einer Operationsversicherung selbstverständlich und wird auch bei den meisten Krankenversicherungen übernommen. Jedoch gibt es Gesellschaften, die bei einer Operationsversicherung keine Voruntersuchungen übernehmen, selbst wenn diese für die OP notwendig sind. Die Nachsorge ist dagegen in jedem Fall bis zu zehn Tage nach dem Eingriff gesichert.

Wer mehr als eine Katze hält und versichern möchte, erhält unter Umständen ab dem zweiten Vierbeiner einen Rabatt.

Zusatzleistungen

Auch hier lohnt es sich, zu vergleichen. Von der Hilfe bei der Tierarztsuche, der Organisation von Betreuung bei Krankheit oder Reise des Katzenhalters, über den Transport vom Unfallort bis hin zu Hilfe in Rechtsstreitigkeiten, ist vieles möglich.

Leistungsausschlüsse

Ein ganz wichtiger Punkt, den es zu beachten gibt, sind die so genannten Leistungsausschlüsse. Erkrankungen, ob chronisch oder akut, die bereits vor Versicherungsabschluss bestehen, werden bei fast allen Anbietern nicht versichert. Ebenso Sterilisation, beziehungsweise Kastration, so lange sie nicht medizinisch notwendig sind, außerdem Erkrankungen, die Folge einer unsachgemäßen Haltung sind. Dazu gehört bei manchen Versicherern auch die Teilnahme an Tierschauen.
Bei den Katzen-Operationsversicherungen werden häufig angeborene Fehlentwicklungen, die bereits bekannt sind, ebenfalls ausgeschlossen.

Laufzeiten

Bei einigen Gesellschaften kann man die Dauer der Versicherungszeit im Voraus festlegen. Sie ist meistens in 1, 5 oder 10 Jahre gestaffelt. Je länger der Versicherungsschutz bestehen soll, desto geringer wird der monatliche Beitrag. Das ist besonders günstig für Jungtiere. Verstirbt das Tier vor Ablauf der Frist oder wird abgegeben, erlischt die Versicherung sofort, ungeachtet der restlichen Laufzeit.