Pferdeversicherung

Die Haltung eines oder mehrerer Pferde erfordert ein hohes Maß an Verantwortlichkeit. Dazu gehört, dass sich Pferdebesitzer von Anfang an darüber klar sind, dass die Kosten eines Pferdes in der Regel erst beginnen, nachdem man den Kauf des Tieres getätigt hat. In Österreich ist die Haltung von Pferden sehr weit verbreitet. Dem kommt nicht zuletzt die schöne landschaftliche Lage des Landes zugute, wo es reichlich Gelegenheit für Weiden und Auslaufflächen für Pferde gibt. Auch nimmt schon traditionell der Reitsport in Österreich eine hervorragende Stelle ein.

Ein Pferdebesitzer hat nicht nur die Verantwortung für das Wohlergehen seines Tieres oder seiner Tiere, sondern er trägt auch eine hohe Verantwortung für Schäden und Unfälle, die Pferde verursachen können. Von Natur her sind Pferde schreckhafte Fluchttiere, die in Panik oder Angst schon einmal ganz erhebliche Sachschäden verursachen können. Nicht nur das, ein Pferd ist nicht allein unterwegs, sondern gewöhnlich geführt oder mit einem Reiter, sodass zumeist in Unfälle mit Pferden auch Menschen verwickelt sind.

Versicherungsvergleich – Pferde Versicherung vergleichen

Personenschäden, die durch und mit Pferden zustande kommen, sind oft sehr nachhaltig, erfordern längere klinische und ärztliche Behandlung und sind kostenintensiv. Eine Pferdehalter Haftpflicht ist deshalb ein Muss für jeden Pferdebesitzer. Das Allgemeine Bürgerliche Gesetzbuch in Österreich legt fest, dass der Halter eines Pferdes für alle Schäden haftet, die anderen an Gesundheit oder Vermögen durch das Pferd entstehen. Dabei spielt es keine Rolle, wie sachgerecht der Pferdehalter mit seinem Pferd umgeht, wie vorschriftsmäßig er es geritten hat, ob er vorgesehene Reitwege benutzt hat oder nicht.

Gleich, wo und unter welchen Umständen, er haftet für Schäden die sein Pferd verursacht. Solche Schäden entstehen unweigerlich. Jedes Pferd wird einmal scheuen, treten, einen Reiter zu Fall bringen. Ebenso kann es auf Landstraßen zum Verursacher von Autounfällen werden, oder von Unfällen mit anderen gehenden oder fahrenden Personen. Dabei ist natürlich die Stärke eines Pferdes ein entscheidender Faktor. Unfälle, die durch Pferde verursacht werden, Schäden, die Pferde verursachen, sind erheblich tief greifender als solche, in die beispielsweise Hunde verwickelt sind.

Bei der Suche nach der richtigen Versicherung soll dem Rechnung getragen werden, ob das Pferd ausschließlich als Freizeitreitpferd gehalten wird, ob es bei Rennen, Turnieren anderen Veranstaltungen des Pferdesports eingesetzt wird, oder ob das Pferd gar der Zucht dient. Die jeweilige Art der Haltung des Pferdes erhöht oder minimiert Gefahrenmomente, woraus auch unterschiedliche Ansprüche an die Leistungen einer Versicherung erwachsen.

Grundsätzlich soll am Anfang klar gestellt werden, was eine gute Pferdehalter Haftpflicht beinhalten sollte. Leistungen der Versicherung sollten sein: Flurschäden, Schäden an gemieteten Sachen, wie Ställen, Reithallen, Weidezäunen und dergleichen, Schadensfälle an gemieteten Transportanhängern und Vermögensschäden. Bei Stuten, die zur Zucht eingesetzt werden, sollten die Fohlen bis zu einem Jahr kostenlos mitversichert sein. Ebenso sollte die Versicherung beim ungewünschten Deckakt eintreten.

Sehr wichtig ist die Einbeziehung von Fremdreitern und Reitbeteiligungen, sowie Hütepersonen der Tiere in die Versicherung ohne Zusatzkosten. Sinnvoll sind hier Pferdeversicherungen, die grundsätzlich alle Dritten einschließen, die das Pferd reiten oder mit ihm umgehen. Pferde, die häufig ins Ausland transportiert werden, brauchen auch während des Auslandsaufenthalts den entsprechenden Versicherungsschutz.

Die Deckungssummen bei Pferdehalter Haftpflichten werden sehr unterschiedlich angesetzt. Sie beziehen sich auf die Unterscheidung von Pferden, Ponys, Gnadenhoftieren und dergleichen Unterschiedlichkeiten mehr. Bei Gnadenhoftieren können die Deckungssummen gewiss niedriger angesetzt werden. Ansonsten sollte man bei einer Pferdehalter Haftpflicht unbedingt auf eine möglichst hohe Deckungssumme sehen. Angebracht sind Deckungssummen um und über 10 Mio. Euro. Bei Ponys werden gewöhnlich geringere Deckungssummen angesetzt. Jedoch sollte nicht unterschätzt werden, dass auch Ponys erhebliche Personen- und Sachschäden verursachen können. Unter den Versicherungsangeboten sollten hier solche mit möglichst hohen Deckungssummen gewählt werden.

Um eine günstige und gleichzeitig leistungsstarke Haftpflichtversicherung für das Pferd zu finden, ist es empfehlenswert, die Versicherungsvergleiche der Internetportale der verschiedenen Versicherungs-Anbieter für Österreich zu nutzen. Die Angebote von Versicherungen sind auch hier sehr unterschiedlich.

Bei niedrigenDeckungssummen von um die 3 bis 5 Mio. Euro liegen die Prämien teils unter 50 Euro im Jahr. Bei Deckungssummen um die 10 Mio. Euro muss mit Prämien ab 100 Euro jährlich gerechnet werden. Teils gibt es jedoch auch schon Versicherungsangebote mit hohen Deckungssummen zu günstigeren Konditionen.

Es gibt Versicherungen, die Versicherungsverträge für die Pferdehalter Haftpflicht über bestimmte Zeiträume von 1 Jahr bis zu 10 Jahren anbieten. Hier ist die Jahresprämie bei Abschlüssen mit sehr langer Dauer meist am günstigsten. Angesichts der hohen Lebenserwartung von Pferde, die 30 Jahre und älter werden können, sind solche Abschlüsse auch realistisch.

Über die Pferdehalter Haftpflichtversicherung hinaus können noch weitere Versicherungen für das Pferd abgeschlossen. Da es eine direkte Pferdekrankenversicherung derzeit in Österreich noch nicht gibt, sollten hier europäische Versicherungsanbieter Beachtung finden, die inzwischen auch eigens für Österreich solche Versicherungen anbieten. Tierärztliche Behandlungen sind bei Pferden bekanntlich besonders kostenintensiv und somit schützt eine Versicherung vor plötzlichen, sehr hohen Zahlungen.

Darüber hinaus gibt es spezielle Versicherungsabkommen für Rennpferde und Turnierpferde im internationalen Einsatz. Ebenso gibt es eigens Versicherungsangebote für Schulpferde, Mietpferde und hochwertige Zuchtpferde.