Tipps zum Gasanbieter Wechsel in Deutschland

Gasanbieter wechseln mit Köpfchen, denn hinschaun lohnt sich

Seit 1826 in Deutschland das erste Gasversorgungsunternehmen entstanden ist hat sich viel getan. Aus einem Gasversorgungsunternehmen sind inzwischen unzählige Anbieter geworden, die aber allesamt die Aufgaben haben die Haushalte, öffentliche Einrichtungen, den Handel sowie Industrie und Gewerbe mit Gas zu versorgen. All diese Anbieter haben jedoch eins wiederum gemeinsam: sie leben davon, dass es Kunden gibt, die ihnen ihr Produkt abkaufen.

Die Zeiten, wo der Kunde dem Anbieter preislich auf Gedeih und Verderb ausgeliefert war, sind dank der stetig wachsenden Zahl der Gas- und Stromanbieter längst vorbei.

Der Verbraucher kann seit der Deregulierung des Gasmarktes seinen Anbieter frei wählen und die Erdgasversorger bieten dem Verbraucher seit einiger Zeit die Möglichkeit, zu einem anderen Anbieter zu wechseln. Früher war man meist auf den regionalen Anbieter vor Ort angewiesen und der nutzte seine Alleinstellung meist gnadenlos aus. Geben Gasversorgungsunternehmen heute ihre günstigen Einkaufspreise nicht mehr ausreichend an die Endverbraucher weiter, muss er riskieren, dass dieser sich einen neuen Anbieter sucht und wechselt. Scheuten sich früher noch viele Kunden vor diesem Schritt, so informieren sich heute immer mehr Kunden über die unterschiedlichen Preise der Gasversorger und nicht wenige von ihnen entschließen sich zu einem Wechsel des Gasanbieters.

Meist schreckte den wechselwilligen Kunden die Angst ab, dass er während des Anbieterwechsels nicht mehr ausreichend oder gar nicht mehr mit Gas versorgt würde und dass ein Anbieterwechsel sehr kompliziert wäre. Diese Ängste erwiesen sich als unbegründet. Auch während des Wechsels wird die ununterbrochene Gaslieferung nach wie vor gewährleistet und hat man sich nach einem Vergleich der verschiedenen Gasanbieter für ein Unternehmen entschieden, so ist der neue Anbieter beim Wechsel behilflich.

Was aber sollte man beim Gaswechsel beachten? Wie geht man vor?

Am Anfang eines Anbieterwechsels steht bei den meisten Verbrauchern zunächst die Verärgerung über zu hohe Kosten und/ oder der Wille bzw. die Notwendigkeit zu sparen. Der Vergleich der unterschiedlichen Gasanbieter ist heutzutage eigentlich ein Kinderspiel. Man kann diesen Vergleich online vornehmen. Hierzu ist es meist nur notwendig, dass man die eigene Postleitzahl und den bisherigen Jahresverbrauch in eine Maske eingibt und nach kurzer Zeit bekommt man eine Übersicht der möglichen Gasanbieter. Aus dieser kann man zum einen den zu erwartenden Preis bei gleichem Verbrauch, aber auch das Einsparpotenzial entnehmen. Trifft man anhand dieser Übersicht eine Vorauswahl kommt man mit einem Klick schnell zu allen für die Überlegungen notwendigen Informationen.

Sicherlich steht und fällt die Entscheidung für einen Wechsel mit der Höhe der Ersparnis. Aber auch hier sollte man vor einer Entscheidung auch sehr genau auf die Vertragsbedingungen schauen. Nicht jedes auf dem ersten Blick so verlockend klingendes Angebot erweist sich bei näherer Betrachtung als das wirkliche Schnäppchen. Hier sollte man schon auch neben den Gaspreisen und Gastarifen schauen wie es beispielsweise mit einem Neukunden-Bonus, mit Vertragslaufzeiten, Abschlagszahlungen und ggf. auch mit Preisgarantien für einen bestimmten Zeitraum aussieht. Darüber hinaus sollte man auch darauf achten, ob der Anbieter Vorauskasse für einen bestimmten Zeitraum und einen Kautionsbetrag verlangt. Beides wird nicht prinzipiell von allen Gasanbietern verlangt.

Der Neukunden-Bonus kann zwischen 50 und 100 Euro liegen. Wiederum andere Anbieter gewähren ihren Kunden einen Treuebonus zwischen 50 – 150 Euro. Die genaue Höhe richtet sich nach dem Verbrauch und wird nur gezahlt, wenn der Kunde nicht während der ersten 12 Monate den Vertrag wieder kündigt.

Die von einigen Anbietern gewünschte Vorauskasse ist teilweise mit 12 Monaten angegeben.

Die von einigen Anbietern bei Vertragsabschluss geforderte Kaution wird allerdings nicht verzinst und bei Vertragsende mit der Abschlusszahlung verrechnet.

Ebenfalls nicht unwichtig ist, dass einige Anbieter die online ermittelten Preise nur bei einem Online-Vertragsabschluss garantieren.

Auch immer wichtiger für viele ist der Umweltgedanke und was mein neuer Gasanbieter in dieser Richtung tut. Einige Anbieter garantieren, dass die CO²-Gesamtmenge, die bei der Förderung, dem Transport und der verbrennung des gelieferten Erdgases entssteht durch Klimaschutz-Projekte kompensiert wird. Wiederum andere Anbieter weisen bereits in der Online-Übersicht auf ein Referenzpreismodell hin. Dies bedeutet, dass der Anbieter sich verpflichtet Rabatte, die auf den Arbeitspreis je Kilowattstunde gegeben werden, an den Kunden weitergereicht werden.

Hat man sich letztendlich für einen Anbieter entschieden, sollte man auf gar keinen Fall selbst beim alten Gasversorger kündigen. Um einen reibungslosen Ablauf zu garantieren, sollte dies dem neuen Gasanbieter überlassen werden, denn dieser kann ganz exakt einschätzen, wann der Wechsel durchgeführt werden sollte. Der neue Anbieter benötigt dafür lediglich den Namen des alten Anbieters, die Kunden- und die Zählernummer. Diese Informationen übergibt der Kunde dem neuen Anbieter bereits bei der Antragsstellung. Die Umstellung erfolgt innerhalb von sechs bis 10 Wochen – je nach Anbieter unter Berücksichtigung der Kündigungsfristen. Die Umstellung erfolgt immer zu Beginn eines Monats.

Auch wenn man sein für einen neuen Gasversorger entschieden hat, so müssen die Zähler nicht extra ausgetauscht werden. Auch das Gas wird weiterhin vom örtlichen Versorger geliefert, stellt jedoch seine Kosten dem neuen Anbieter in Rechnung. Es ändert sich also kaum etwas für den Kunden. Nur die Rechnung, die dann günstiger als vorher ausfällt, kommt nun vom neuen Anbieter.

Abschließend kann man schon feststellen, dass sich der eine oder andere Euro sparen lässt, wenn man sich informiert und keine Angst vor Veränderungen hat.

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