Treuhandkonto

Was ist ein Treuhandkonto? Ein Treuhandkonto wird in der Regel von einem Treuhänder (Rechtsanwalt) verwaltet, der sich bei der Rechtsanwaltskammer als Treuhänder meldet, die Rechtsanwaltskammer trägt die Treuhandschaft wiederum ins Treuhandbuch ein.

Das vom Rechtsanwalt verwaltete Treuhandkonto dient dazu, Rechte und Pflichten von Käufern und Verkäufern zu schützen. Der Käufer – etwa einer Liegenschaft – zahlt also dem Verkäufer die Summe auf das Treuhandkonto. Der Treuhänder aber leitet die Summe nur dann weiter, wenn er alle rechtlichen Voraussetzungen, die für die Abwicklung des Geschäfts nötig sind (etwa die Abzahlung noch bestehender Grundsteuern auf Seiten des Verkäufers) überprüft hat. Das Treuhandkonto dient somit der Rechtsabsicherung – sowohl für den Erwerber als auch für den Verkäufer.

Für einen Vertrauensbruch ist das Treuhandkonto mit einer Absicherungssumme von über 7,2 Millionen Euro gedeckt (Österreich). Ein anonymes Treuhandkonto besteht dann, wenn man dem Rechtsanwalt untersagt, bestimmte Informationen weiter zu geben. In diesem Fall besteht aber kein Versicherungsschutz.

Alle Anweisungen, die über das Treuhandkonto getätigt werden, benötigen eine schriftliche Mitteilung. Beim Vertrag für ein Treuhandkonto werden die Konten festgelegt, auf die überwiesen werden kann. Jedes andere Konto ist von Überweisungen ausgeschlossen. Die Bank ist angewiesen nicht nur den Treugeber, sondern auch die Rechtsanwaltskammer über jede Bewegung, die auf das Treuhand Bankkonto erfolgt, zu unterrichten.

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