Uli Hoeneß zahlt 30 Millionen Euro Steuerschuld zurück

Uli Hoeneß (*5. Januar 1952 in Ulm) wurde am 13. März 2014 vom Landgericht München zu einer Freiheitsstrafe von 3 Jahren und 6 Monaten verurteilt. Ihm wurde Steuerhinterziehung zur Last gelegt.

Bevor er das Amt des Bayern Präsidenten inne hatte, war Hoeneß selbst aktiver Spieler. Zu seinen Erfolgen zählten:

DFB Pokal 1970/1971
Deutscher Meister 1971/1972/1973/1974
Weltpokal 1976
Europapokal der Landesmeister 1973/1974/1975/1976
Europameister 1972
Vize Europameister 1976
Weltmeister 1974

Nach seiner aktiven Karriere führte er als Vereinsmanager den FC Bayern München zum weltweiten Erfolg und zur finanziellen Unabhängigkeit.
Auch als Unternehmer war Hoeneß tätig. Er gründete die HoWe Wurstwaren in Nürnberg.

Selbstanzeige
Im Vorfeld seiner Selbstanzeige gab es Recherchetätigkeiten der Zeitschrift „Stern“, die bei einer Schweizer Privatbank Nummernkonten mit hohen Millionenbeträgen fanden und diese einem Funktionär der ersten Fußballbundesliga in Deutschland zuordnen konnten.
Daraufhin entschloss sich Uli Hoeneß am 17. Januar 2013 zu einer Selbstanzeige wegen Steuerhinterziehung.

Verhandlung und Verurteilung
Im Laufe der Verhandlung gab es einige Unstimmigkeiten. Zunächst stand das Datum der Selbstanzeige auf dem Prüfstand, dann kamen nach und nach immer höhere Summen ins Spiel. Schlussendlich wurde Hoeneß Selbstanzeige als unwirksam gewertet und es kam zu einem Urteil mit Freiheitsstrafe. Hoeneß wurde der Steuerhinterziehung in sieben Fällen und einer Gesamthöhe von 28,5 Millionen Euro schuldig gesprochen. Auf eine Revision verzichtete der Bayern Präsident.

Haft
Nach Niederlegung seines Amtes trat Uli Hoeneß am 2. Juni 2014 seine Haft in der JVA Landsberg am Lech an.
Die hinterzogenen Steuern sind inkl. Zinsen zurück zu zahlen. Eine Geldstrafe die darüber hinaus geht, blieb dem 62-jährigen aber erspart. Der süddeutschen Zeitung zufolge soll Hoeneß dem Finanzamt Miesbach kürzlich 30 Millionen Euro überwiesen haben. Dies war Vorraussetzung für einen ersten Ausgang für wenige Stunden. Hoeneß nutzte die Zeit, um seine Familie zu treffen.

Hafterleichterung
Experten zufolge war dieser erste Freigang der Auftakt zu weiteren Hafterleichterungen. Dies wird vor allem Häftlingen ermöglicht, die außerhalb des Gefängnisses einer regelmäßigen Tätigkeit nachgehen. Es darf davon ausgegangen werden, dass Hoeneß nicht die gesamte Strafe von 3,6 Jahren verbüßen muss sondern frühzeitig entlassen wird.

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