Welche Art von Trader bin ich?

Praktisch jeder Mensch beschäftigt sich mit irgendeiner Anlageform. Die Großmutter investiert vielleicht nur in ihre Matratze, aber gerade ältere Generationen besitzen oft beträchtliches Kapital für ein Investment in Wohnraum oder eher stabile Werte wie Gold.

Es stehen aber vor allem sichere Anlageformen im Vordergrund. Jüngeren Menschen wird hingegen regelmäßig gepredigt, sie könnten etwas mehr Risiko bei ihrer Geldanlage eingehen. Doch all das klingt doch ziemlich nach Stereotypen. Deshalb wollen wir doch einmal etwas ungeschminkt in den Spiegel schauen und Anhaltspunkte liefern, welcher Tradingtyp Sie eigentlich sein können und ob Sie vielleicht sogar das Zeug zum Day Trader besitzen.

Allgemeine Informationen über Trader

Trading: Setzen Sie auf Risiko?

Trading: Setzen Sie auf Risiko?

Das erfolgreiche Handeln mit Aktien, CFDs oder binären Optionen erfordert ganz andere Persönlichkeitsmerkmale als eine steile Karriere in einem Konzern einzuschlagen. Bevor wir also verschiedene Arten von Tradern unterscheiden, definieren wir die notwendigen Attribute noch etwas genauer.

Ein Akteur auf den Finanzmärkten lernt unter anderem sehr viel im Alleingang, sprich autodidaktisch (Ausnahme Social Trading). Zusätzlich bedeutet mehr Aktivität beim Trading keinesfalls mehr Gewinn, wie das bei einem klassischen Beruf meist der Fall ist. Oft muss einfach nur das richtige Timing abgewartet werden.

Geduld siegt auf den Märkten also unbestreitbar gegenüber Hyperaktivität. Leider spiegelt sich das auch bei der Bewertung des Erfahrungsstandes wieder. Wer sich als Arbeitnehmer in einem Konzern viel Wissen aneignet, der liegt in der Regel eine Nasenlänge vorn.

Beim Trading führen viele Erfahrungswerte keinesfalls zu einem garantierten Erfolg. Die Finanzmärkte sind immer wieder für die eine oder andere Überraschung zu haben.

Achtung: Gemäß dem Satz von Bayes existieren durchaus Vorteile für gut informierte Trader bei bestimmten Marktsituationen. Hier handelt es sich aber um eine rein theoretische Betrachtung, die wir hier ausklammern.

Ein Trader wird durch folgende Eigenschaften definiert

  • Gefestigte Persönlichkeit mit der Fähigkeit zur Geduld
  • Hohes Maß an Eigenverantwortung
  • Ausgeprägte Fähigkeiten das große Ganze im Blick zu behalten (u.a. Money Management)
  • Spürbarer Drang zur Selbstanalyse
  • Verantwortungsvoller Umgang mit Freiheiten
  • Professionelle Herangehensweise an Sachverhalte

Welche Art Mensch bin ich?

Wir haben bereits eingangs festgestellt, dass sich praktisch jeder mit Investitionen in irgendeiner Form beschäftigt. Wir wollen also niemanden vom Trading ausschließen, aber bei der Empfehlung für eher langfristige Anlageformen und oder schnelles Daytrading spielt die Art der Persönlichkeit doch eine wichtige Rolle.

Wichtig: Sich auch beraten lassen

Wichtig: Sich auch beraten lassen

Auf der einen Seite existieren Personen, die sich eher von ihrem Bauchgefühl oder ihren Emotionen leiten lassen. Für diese Gruppe empfiehlt es sich eher weniger sehr kurzfristige Handelspositionen einzugehen. Obwohl das Gefühl im Bauch manchmal richtig liegen kann, wird der Markt nur im Glücksfall mitspielen.

Aus Wut über einen gescheiterten Trade sofort die nächste Position zu eröffnen, wird ebenfalls nicht zu langfristigem Erfolg beitragen. Diese Typen sollten sich mehr auf Geldanlagen konzentrieren, die eher langfristig ausgelegt sind. Es müssen erst Formulare unterschrieben werden, bevor die Lebensversicherung aufgelöst oder der Fondsvertrag gekündigt wird. Dieser zeitliche Puffer tut diesen Menschen in vielen Fällen sehr gut.

Eine andere Personengruppe geht an Sachverhalte meist sehr logisch und mit zahlreichen Erwägungen zu den einzelnen Szenarien heran. Diese Denkweise prädestiniert für genaue Analysen, welche wiederum bei sehr schnellem, riskanten Handelsgeschehen auf die Seite der Gewinner führen kann. Für diese Typen könnten einige Versuche mit Daytrading (Devisen, binäre Optionen etc.) vorteilhaft ausfallen.

Achtung: Letztlich sind wir alle Mischformen aus diesen Typen und gerade sehr erfahrene Daytrader entscheiden oft nach Bauchgefühl. Diesem endgültigen Gefühl geht aber eine rationale Analyse voraus. Sie können sich aber selbst einmal beobachten, welcher Typ bei Ihnen in welcher Situation die Oberhand gewinnt.

Nach welchen Prinzipien handle ich?

Anhand dieser Frage lassen sich ebenfalls einige Typen unterscheiden. Das triebhafte Lustprinzip verleitet viele Menschen zum Day Trading. Schnelle Gewinne belohnen das Lustzentrum. Trotzdem muss sich ein solcher Typ über diesen Trieb im Klaren sein, um ihm rechtzeitig Einhalt zu gebieten und unkluge Trades zu vermeiden. Anderenfalls stellen Contracts for Difference und ähnlich riskante Finanzinstrumente keine gute Option dar.

Daytrading als Chance

Daytrading als Chance

Weiters können auch moralische Prinzipien darüber entscheiden ob sich eine Person für das Handeln mit kurzfristig gehaltenen Positionen eignen. Schließlich empfindet nicht jeder diese Methode Geld zu verdienen als ehrenwert.

Letztlich zeichnet einen erfolgreichen Day Trader aber sein kritischer Verstand aus. Er muss wissen welche Ziele mit seinen Aktionen verfolgt werden und wie er seinen Lusttrieb bremst. Darüber hinaus gehört eine realistische Einschätzung von Marktbewegungen auch zu den langfristigen Erfolgskriterien.

Hinweis: Alle Daten für eine vernunftgesteuerte und eingehende Marktanalyse werden den Day Tradern ohnehin von ihren Brokern zur Verfügung gestellt.

Ein gutes Beispiel wäre hier der Anbieter IG, welcher mittels einer ganzen Fülle von Werkzeugen unterstützt. Es muss nur festgestellt werde, ob die eigene Persönlichkeit zu diesem teil riskanten, aber ebenso profitablen Alltag passt. Dann kann mit den Infos und dem Druck auch entsprechend gewinnbringend umgegangen werden.

Das Team im eigenen Ich

Für die meisten Menschen sollte jetzt schon klar sein, welche Art von Trader sie sind. Sollten sich nur die klassischen Sparbücher und vielleicht ein Bausparer in Ihrem Portfolio befinden oder besitzen sie die richtige Mischung aus Impulsfreude und Kontrolle um sich auch an Investments mit mehr Rendite zu wagen?

Als letzter Denkanstoß kann noch das Teamrollen-Modell nach Belbin dienen. Ursprünglich soll dieser Ansatz der Zusammenstellung möglichst guter Teams dienen. Die Zusammenarbeit von Machern, Denkern und Netzwerkern soll die bestmöglichen Ergebnisse bringen. Ein Day Trader muss aber nicht nur ein solches Team zusammenstellen, sondern all diese Qualitäten in sich vereinen. Er muss auf besonnene Art und Weise ganz spezielle Chartmuster erkennen. Soll fähig sein mit anderen Tradern seine Strategien abzusprechen und so zu verifizieren, aber jeder erfolgreiche Trader muss wissen, wann er als Macher los schlägt und die Rendite aus seiner Vorbereitung heraus holt.

Vielleicht erzielen wegen dieser hohen Anforderungen an die eigene Persönlichkeit nur wenige Day Trader dauerhaft Profite. Sie kämpfen mehr mit sich selbst und weniger als Ein-Mann-Armee gegen die anderen, erfahrenen Marktteilnehmer. Die richtigen Trading Typen begehen diesen Fehler aber nicht!

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