Welche Vorteile bietet die Tagesgeldanlage?

Die Tagesgeldanlage hat in den Jahren nach der Finanzkrise durch den mittlerweile angestiegenen Leitzinssatz der europäischen Zentralbank wieder etwas von ihrer alten Attraktivität zurückgewonnen. Grundsätzlich bietet diese Form der Geldanlage seinen Nutzern nahezu ausschließlich Vorteile und sollte somit von jedermann als mögliche Option überdacht werden.

Was ist ein Tagesgeldkonto?
Das Tagesgeldkonto ist ein Onlinekonto, ohne festgelegte Laufzeit und ohne fixen Zinssatz. Die Verfügbarkeit ist somit jederzeit gegeben und es besteht eine Rückzahlungsfrist von einem Tag. Die Zinsen werden in der Regel am Ende des Jahres gutgeschrieben. Der Zinssatz des Kontos orientiert sich jeweils am Zinssatz der Europäischen Zentralbank, kann sich theoretisch also täglich ändern.

Häufig wird jedoch bei Eröffnung eines Tagesgeldkontos von der Bank ein fixer Zinssatz für einen gewissen Zeitraum zugesagt. Im Gegensatz zu einem Sparbuch gibt es bei der Tagesgeldanlage auch keine Kündigungsfrist. Es kann also jederzeit mit sofortiger Wirkung gekündigt werden.

Die eigentlichen Vorteile
Wie zuvor erwähnt, bietet das Tagesgeld dem Anleger eine Reihe von Vorteilen, die mit nahezu keinerlei Nachteilen gepaart sind. Durch Sicherheit, Flexibilität sowie attraktive Rendite wird selbst der kritische Kunde überzeugt.

1. Flexibel verfügbar

Was schon der Name dieser Geldanlage verrät ist, dass über diese täglich verfügt werden kann. Es besteht keine langfristige Bindung Ihres Geldes an die jeweilige Bank. Grundsätzlich beträgt die Rückzahlungsfrist nur einen Tag. Was dabei jedoch beachtet werden muss ist, dass die Transaktion an das von Ihnen im Vorfeld angegebene Referenzkonto häufig in etwa drei Tage dauert. Somit darf nicht angenommen werden, dass Sie über Ihr Geld sofort nach Einforderung verfügen können. Werden diese drei Tage jedoch in Relation zu anderen Formen der Geldanlage, wie in etwa einem Sparbuch, gesehen, so kann trotzdem von einer unmittelbaren Verfügbarkeit gesprochen werden.
Verlockend ist zudem die Tatsache, dass es keine Höchstbeträge der Behebungen gibt. Wer also auf eine größere Anschaffung spart, der kann das hierfür benötigte Geld komplett vom Tageskonto beheben. Zudem muss für die Vornahme einer Tagesgeldanlage keine Mindestsumme einbezahlt werden. Es kann also schon mit lediglich einem Euro mit dem Sparen begonnen werden.

2.Hohe Zinsen im Vergleich mit anderen Spareinlagen
Vergleicht man den Zinssatz der Tagesgeldkonten, beispielsweise mit jenen eines Sparbuches, so sind die Zinsen der Erstgenannten meist auffällig hoch. Dies lässt sich grundsätzlich auf den hohen Wettbewerb der Geldinstitute zurückführen, diese versuchen mit großzügigen Zinssätzen, die häufig für einen gewissen Zeitraum über dem Leitzinssatz der Europäischen Zentralbank liegen, auf Kundenfang zu gehen.

Ebenfalls meist mit im Paket ist das Angebot eines Startguthabens in der Höhe von 20 bis 50 Euro, mit dem ebenfalls Kunden gelockt werden sollen. Als Anleger profitiert man schlussendlich von dieser aggressiven Form des Wettbewerbs, da diese das Tagesgeldkonto noch attraktiver macht.

3.Keine Kontoführungsgebühren
Die Führung eines Tagesgeldkontos ist im Vergleich zur Führung eines normalen Girokontos extrem günstig. Die Gebühren hierfür fallen im Normalfall komplett weg, da die Konten ausschließlich als Onlinekonten betrieben werden. Dies wiederum ist eine weitere Erklärung für den hohen Zinssatz, der angeboten wird. Der administrative Aufwand der Banken ist minimal und dies kommt dem Anleger zugute.

Wenn man sich mit der Onlinekontoeröffnung als unerfahrener Internetuser noch überfordert fühlt, heißt das noch lange nicht, dass man auf sein Tagesgeldkonto verzichten muss. Die meisten Banken bieten zusätzlich einen Telefonservice an, der Sie durch die ersten Schritte der Kontoeröffnung begleiten soll.

4.Hohe Sicherheit
Ein durchaus wichtiger Punkt für den sicherheitsbewussten Anleger ist, dass die Tagesgeldanlage der Einlagensicherung der Europäischen Union unterliegt. Um den elektronischen Geldverkehr zu fördern, hat die EU nach der Finanzkriese die Absicherung von privaten Einlagen, zu denen auch das Tagesgeld gehört, verbessert.

Dies bedeutet, dass seit dem 30. Juni 2009 satte 100 % der Einlagensumme abgesichert sind. Dies gilt jedoch nur bis zu einem Höchstbetrag von 100.000 Euro.

Diese gesetzlich vorgeschriebene Einlagensicherung stellt allerdings nur die Mindestabsicherung dar. Zusätzlich zu dieser bieten einige Banken ihren Kunden einen höheren Einlagenschutz. Dies geschieht meist in Form von Einlagensicherungsfonds der Bankverbände, die des Öfteren über einen Schutz von weit mehr als 100.000 hinausgehen.

5.Zusätzliches Referenzkonto
Ebenfalls positiv gesehen werden kann die Tatsache, dass zum jeweiligen Tageskonto immer auch ein Referenzkonto angegeben werden muss. Transaktionen finden dann ausschließlich über dieses Girokonto statt. Dies hat zur Folge, dass Missbräuchen vorgebeugt wird.

Wird ein bestimmter Geldbetrag vom Kunden wieder eingefordert, so kann dies ausschließlich über das Referenzkonto passieren.
Zusätzlich begünstigt das Referenzkonto auch das längerfristige Sparen. Direkt über das Tagesgeldkonto kann nämlich nicht bezahlt werden. Manche Banken bieten eine EC Karte an, mit der Bargeld von der Tagesgeldanlage behoben werden kann. Im Normalfall ist jedoch auch das nicht möglich. Das Konto stellt keinen Ersatz für ein Girokonto dar, was den Vorteil hat, dass es den Kunden zum Geldsparen bewegt.

Die Vorteile auf einem Blick
Zusammenfassend gesagt, punktet die Tagesgeldanleihe also mit jenen Vorteilen:

  • Flexibilität in punkto Laufzeit sowie keine Mindestsumme
  • Hohe Zinssätze
  • Keine Kontoführungsgebühren
  • Sicherheit durch gesetzlich vorgegebene Einlagensicherung
  • Sicherheit vor Missbrauch durch Referenzkonto.

 

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