Werden Energiekosten beim Lohnsteuerausgleich zurück erstattet?

Lästige Pflicht, doch mit oft erfreulichem Resultat: die Einkommenssteuererklärung

Wer Arbeitsnehmer ist in Deutschland, der muss in der Regel am Ende für das vergangene Kalenderjahr bis spätestens zum 31. Mai des darauf folgenden eine Einkommenssteuererklärung beim Finanzamt abgeben – umgangssprachlich auch als Lohnsteuerausgleich bekannt. Doch so anstrengend es sein mag und so viele bis zum letzten möglichen Zeitpunkt warten mögen, die benötigten Formulare – entweder noch auf dem althergebrachten Papierweg, oder inzwischen im bequemen Online-Verfahren – auszufüllen und sich hierfür mit all seinen Einkünften, aber auch Zahlungen und Belegen, gefahrenen Kilometern oder Sparmaßnahmen erneut zeitgleich auseinanderzusetzen, so sehr kann er sich auch lohnen, der Lohnsteuerjahresausgleich.

Denn unter bestimmten Bedingungen ist es gut und gerne möglich, eine hübsche Summe seiner gezahlten Steuer zurückerstattet zu bekommen. Das funktioniert allerdings nur, wenn man auch weiß, was man von der Steuer absetzen darf und was nicht – und die entsprechenden Bescheinigungen vorlegt.

Grundsätzlich absetzbar: Private Vorsorge und Arbeitswege
Jedem Arbeitnehmer in der Bundesrepublik ist grundsätzlich eine Steuerklasse zugeteilt, die als Grundlage für die Berechnung der Steuer dient. Sowohl so genannte Freibeträge wie zum Beispiel für Kinder, Betreuung und Familie, durch die die Steuerbemessungsgrundlage gemindert wird, als auch verschiedenen Ausgaben, die der einzelne im Laufe des Jahres getätigt hat, können bei der verpflichtenden Einkommenssteuererklärung angegeben werden und eventuell als Rückzahlung wieder erhalten. Hierzu zählen in den meisten Fällen grundsätzlich unter anderem Fahrtkosten, die auf dem täglichen Weg zur Arbeit und zurück anfallen, Renten- oder andere private Absicherungen zur späteren finanziellen Eigenvorsorge, Kontoführungsgebühren oder auch berufsbedingte Anschaffungen.

Essen gehen oder Licht andrehen auf Staatskosten?

Doch es gibt auch viele Situationen, bei denen nicht eindeutig geklärt ist, ob bestimmte Ausgaben abgesetzt werden können oder nicht. Eine davon betrifft beispielsweise Energiekosten. Diese zu reduzieren, ist zunächst auch ohne Lohnsteuerausgleich möglich: dadurch, dass man in klassischer Weise schlicht Energie spart: Indem man als Verbraucher darauf achtet, Geräte und Lichter möglichst nur anzuschalten, wenn sie auch wirklich benötigt werden, beim Neukauf einer Waschmaschine oder anderer Haushaltswaren eine energieeffiziente Klasse erwirbt oder durch Energiesparlampen statt herkömmlicher Glühbirnen nutzt. Hinzu kommt die inzwischen ungemein praktische, dazu komfortable und dennoch im Ergebnis eindeutige und unabhängige Möglichkeit, einen Gasvergleich bzw. einen Stromvergleich online durchzuführen.

Bei diesen strukturierten Gegenüberstellungen sämtlicher in Frage kommender Anbieter für den entsprechenden Wohnort werden Ihnen systematisch die Unterschiede in der Preis- und Vertragsgestaltung vor Augen geführt, und so können Sie durch einen Wechsel Ihres Energieunternehmens gegebenenfalls eine Menge Geld einsparen. Dieser Wechsel im Übrigen kann auch bereits im gleichen Atemzug mit dem Gasvergleich oder Stromvergleich vorgenommen werden.

Das Büro in den eigenen vier Wänden

Doch kann man seine Ausgaben für Licht, Wasser und Wärme auch von der Steuer absetzen? Als Privatperson sicher nicht. Allerdings fragen sich viele, ob man einen Teil der Rechnungssumme erstattet bekommt, wenn man zuhause arbeitet. Eine pauschale Regelung für die Allgemeinheit gibt es hier nicht. Vielmehr muss der Einzelfall beachtet werden: Es besteht die Option, sich einen Teil der Energiekosten anrechnen zu lassen, sollte man belegen können, dass die Zeit vor dem Computer wirklich rein beruflich genutzt und keine privaten Emails versendet oder Webseiten für den privaten Bedarf aufgerufen wurden.

Als so genannte Werbungskosten kann dann ein Anteil des Stroms, Erdgases oder Wassers, welche im Arbeitszimmer innerhalb der eigenen vier Wände beruflich verbraucht werden, von der Steuer abgesetzt werden und darauf gehofft, zumindest einen gewissen Prozentsatz wieder zurück zu erhalten. Doch dies ist einzelfallabhängig, so dass sich niemand auf eine bestimmte Summe verlassen sollte, die er sicher vom Finanzamt für diese Ausgaben wieder erhält. Um hier Geld zu sparen, sollte man einen unabhängigen Stromvergleich oder Gasvergleich im Internet vorziehen – hier werden die Preise der Anbieter vertraglich garantiert und man weiß, was man ausgibt bzw. einspart.

Stromvergleich für die Lohnsteuer

Allerdings: Eigentümer einer Solaranlage zählen eindeutig zu den Gewinnern beim Stromvergleich in Hinblick auf einen Lohnsteuerausgleich in Deutschland. Denn abgesehen von den Subventionen, die bereits für den Einbau der Anlage bereit gestellt werden und den finanziellen Zuwendungen, die man für die Einspeisung des eigens erzeugten Stroms ins regionale Stromnetz verdient, können größere Anlagen auch von der Steuer abgesetzt werden. Nicht vergessen also, diese Investition mit auf dem Formular anzugeben: Schon lohnt sich der Zeitaufwand, den das Ausfüllen der Einkommenssteuererklärung kostet.

Geld zurück für Gaskosten?

Und wie sieht es bei Gas aus? Hier besteht soweit noch nicht die Möglichkeit, Gas selbst zu erzeugen und damit einen Anteil davon der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen; Doch eine Option wird gewährt, um sein Geld auch für Erdgas wieder zu sehen:

Wer eine defekte Gasanlage hat und diese reparieren lassen muss, der kann als Nebenkosten zumindest den finanziellen Aufwand in seinem Lohnsteuerjahrsausgleich angeben, der für die An- und Abfahrt sowie den Lohn der Gasspezialisten, die extra zu dem Betroffenen ins Haus kommen mussten, anfallen – hierzu zählen also Wartung sowie An- und Abfahrt, die immerhin zu 20 Prozent des Gesamtbetrages erstattet werden – dürfen über ein Jahr gesehen die Summe von 600 Euro pro Haushalt jedoch nicht überschreiten.

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