Wie wähle ich den richtigen Forex Broker?

Ohne einen Forex-Broker kann man keinen Handel mit Devisen treiben. Leider sind Betrüger und Abzockernaturen nicht weit, wenn es sich um viel Geld dreht. Daher ist es wichtig, die Kriterien zu kennen, nach denen man sich bei der Wahl eines Brokers richten könnte.

Zu viel Konkurrenz verwirrt den Kunden

Zahlreiche Konkurrenten buhlen mit unterschiedlichsten Angeboten um die Gunst des Kunden. Einige Kriterien für Zuverlässigkeit und Vertrauenswürdigkeit sind objektiv messbar, andere aber subjektiv. Wissen möchte man beispielsweise, ob und in welchem Land ein Broker reguliert ist, wie verlässlich seine Handelsplattform ist, wie seine Kapitalisierung aussieht, wie umfassend der Kundenservice ist, ob es sich um Broker oder Händler handelt, welche Kosten wofür anfallen oder welche Kontoarten geboten werden. Wichtig sind auch Fragen nach eventuellen Zusatzleistungen oder den Richtlinien für Leverage und Margin Calls. Onshore- oder Offshoreregulierungen haben andere Bedingungen als solche, die in finanziell regulierten Ländern stattfinden.

Ohne den Regulierungsstatus seines Forexbrokers zu kennen, sollte man keine Geschäfte machen. Im Internet finden sich Listen der Regulierungsorganisationen oder Brokerlisten, die Auskunft über Land und Regulierungen geben. Wie verlässlich eine Handelsplattform ist, kann ein Kunde kaum ermitteln. Design und Aussehen einer Homepage sind nicht alles. Funktionalität, Benutzerfreundlichkeit und technische Ausstattung der Webseite sind wichtigere Kriterien. Wer den Handel sicher gestalten möchte, schätzt Features wie Stop-Loss-Management, One-Click Trading oder Limitaufträge.

Weitere Auswahlkriterien in Kürze:

– Gute Kapitalisierung ermöglicht dem Broker, mehr Kreditbeziehungen einzugehen oder wettbewerbsfähige Preisgestaltungen anzubieten.

– Die Höhe des Kapitalisierungslevels ist zugleich ein Indikator für die Zahlungsfähigkeit eines Forex-Brokers. Nicht veröffentlichte Zahlen zum Kapitalisierungsniveau sind immer ein Warnsignal.

– Ob Sie einem Devisenbroker oder einem Händler bzw. „Market Maker“ gegenüberstehen, ist wichtig. Den Unterschied zwischen beiden sollte man verstehen.

Kundenservice und Gebühren

Trader wünschen sich Kundenservice in der eigenen Sprache und Erreichbarkeit rund um die Uhr. Ideal sind E-Mail-Erreichbarkeit, Chats oder Telefonservices mit kompetenten Angestellten. Das Vorkommen technischer Probleme kann einen vor eine Nervenprobe stellen. Wer mit einem Demokonto übt, kann Fragen danach im Vorfeld echter Transaktionsprobleme stellen. Ein wichtiger Knackpunkt sind Gebühren, Kosten und Kommissionsstrukturen. Manche Broker versprechen, keine Regulierungs- oder Wechselgebühren, Datengebühren oder Kommissionen zu verlangen.

Möglicherweise werden diese Kosten irgendwo anders aufgeschlagen. Die üblichen Kommissionsstrukturen bei Forexbrokern heißen fixer Spread, variabler Spread oder spreadbezogene Kommissionsgebühr. Als Spread bezeichnet man die Differenz zwischen Verkaufs- und Kaufspreis. Man bemisst ihn in Pips. Die Auswirkungen verschiedener Gebührenstrukturen sollte man sich klar machen. Interessant ist der Vergleich verschiedener Broker. Manche Forex Broker arbeiten ohne Kommission. Sie verdienen am Spread.

Mit einer niedrigen Anzahl Pips je Handelstransaktion seitens des Brokers kann der Trader umso höhere Gewinne realisieren. Vergleicht man die Pip Spreads diverser Broker, erhält man überraschend unterschiedliche Transaktionskosten. Bei schwankenden Marktbedingungen oder mangelnder Liquidität am Markt darf ein Broker dem Preis eine so genannte Slippage hinzuzufügen. Ob Sie diese Kosten zahlen möchten, ist überlegenswert. Das Thema sollte gleich zu Beginn der Beziehung zum Forex-Broker angeschnitten werden.

Kontoarten, Zusatzservices, Richtlinien

Bei den meisten Forexbrokern erhält man die Auswahl zwischen mehreren Kontoarten. Hier kann man sich einen guten Überblick über die vielen Möglichkeiten
zum Forexhandel und Anbieter verschaffen und so das ideale Konto für sich selbst finden. Vom kleinen Mini-Konto bis zum Standardkonto ist alles dabei. Kleine Konten ermöglichen es ihren Inhabern, mit niedrigem Mindestkapital Devisenhandel zu treiben. Standardkonten können je nach Broker unterschiedlich hohes Kapital erfordern. Ihr Kapital entscheidet über die Kontogröße. Als Zusatzservice könnte Ihr Broker beispielsweise schnellen Zugang zu allen Charts in Echtzeit bieten. Er muss den Kunden auch über Neuigkeiten oder Wirtschaftsdaten informieren.

Zusatzservices entscheiden nicht hauptsächlich über die Qualität eines Brokers, sie verbessern sie aber. Die Frage nach der Höhe der Leverages ist wichtiger. Je höher die Leverage, desto höher das Risiko für Finanzverluste – aber auch der mögliche Gewinn. Nur aggressive Trader nutzen das höchstmögliche Leverage-Niveau. Informieren Sie sich ausführlich, bevor Sie einem Broker vertrauen.

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