Wo notiert der Goldpreis im nächsten Jahr? – Goldpreisentwicklung 2014

Nach aktuellen Prognosen und Hochrechnungen der US-amerikanischen Bank Goldman Sachs wird der Goldpreis im Jahr 2014 weiter und deutlich fallen.

Die anziehende US-Wirtschaft drückt auf den Goldpreis

Die Begründung dafür ist ebenso glaubhaft, wie plausibel: um die stotterte Wirtschaft anzukurbeln, hatte die US-Notenbank Fed in der Vergangenheit eine wahre Geldflut initiiert. Geld, das galt aber unter den Anlegern und Investoren als eine kritische, weil nicht wertstabile und unter der Inflation leidende Größe. Was war die Konsequenz?

Anleger flüchten nicht mehr in Gold

Unsicher: Prognosen für den Goldpreis

Die Anleger flüchteten in die als krisensicher gehandelte Anlageoption Gold. Nun aber, da die US-Wirtschaft allen Anzeichen nach wieder Fahrt aufnimmt, mehren sich auch die Indizien dafür, dass die Fed die einstige billige Geldflut bald eindämmen wird.

Dies schlug sich sofort und nachhaltig auf dem Goldmarkt nieder, der nach 12 Jahren anhaltender Preissteigerungen in 2013 bereits schmerzhafte Verluste von knapp 20 Prozent hinnehmen mußte. Hand in Hand waren schließlich der Preissturz beim Gold im Frühjahr 2013 und eine Verkaufsempfehlung für diese Anlageoption gegangen, die Goldman Sachs rechtzeitig ausgesprochen hatte.

Nachfragerückgang auf den Goldmärkten

Auch andere Indizien stützen diese Prognose. Wie bei jedem Gut, so ist auch der Goldpreis abhängig vom Verhältnis von Angebot und Nachfrage. Wer aber kauft Gold auf den Märkten? Die Nachfrage nach dem Edelmetall ruht im Allgemeinen auf 4 Säulen: auf der Schmuckindustrie, der technischen Industrie, dem Investment-Sektor und den Zentralbanken.

Die Nachfrage der technischen Industrie nach dem teuren Rohstoff ist in den letzten Jahren kontinuierlich zurückgegangen. Das Gleiche gilt in signifikanter Größe für die Nachfrage nach Goldschmuck. Auch spricht die erdrückende Schuldensituation verschiedener Länder jetzt eher dafür, dass diese womögliche ihre Goldreserven auflösen werden, um auf diese Weise ihre Staatsschulden zu tilgen.

Hohes Angebot an verfügbarem Gold

Hinzu kommt, dass sowohl die Minenproduktion von Gold, wie auch dessen Gewinnung aus dem Recycling von Rohstoffen, deutlich ansteigen, so dass eine zunehmend größere Menge an Gold am Markt verfügbar sein wird, was sich auf die Preise in 2014 auswirken könnte. Auch die Deutsche Bank, die für 2013 einen Goldpreis pro Feinunze in Höhe von 2.113 US-Dollar prognostiziert hatte, senkte diese Prognose für 2014 inzwischen auf 2.000 US-Dollar pro Unze. Goldman Sachs sogar auf 1.750 US-Dollar.

Noch drastischer die französische Societe Generale, die ihre Goldpreisprognose für 2013 bereits um 200 US-Dollar nach unten korrigierte und für 2014 für die Feinunze gar nur noch 1.400 US-Dollar vorhersagt. Fakt bleibt, dass auch die Investition in Gold mit Risiken behaftet ist und dass der Goldpreis in letzter Zeit eine weitaus größere Volatilität gezeigt hat, als in früheren Jahren.

Mit zunehmender Stabilisierung der Finanzmarktkrise und mit einer Normalisierung der Situation in den Krisengebieten, beispielsweise im Iran, wird der von der Angst und Unsicherheit der Anleger getriebene Goldpreis beträchtlich fallen. Vor diesem Hintergrund empfehlen selbst risikofreudige Analysten inzwischen, nur noch einen geringen Teil der liquiden Mittel unmittelbar in Gold anzulegen.

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